Der Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback gehört zur FCI-Gruppe 6, Sektion 3 und trägt die Standardnummer 146. Er stammt aus Zimbabwe und Südafrika und wurde einst für die Großwildjagd eingesetzt.

Auch heute kommt er noch häufig bei der Jagd zum Einsatz und ist zudem ein prima Wachhund. Da der Rhodesian Ridgeback fernab seines eigentlichen Aufgabengebietes eine ausgesprochen sanfte Seite hat, erfreut er sich zudem immer größer werdender Beliebtheit als Familienhund und gilt als sehr treu.

Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback ist eine Hunderasse aus dem Süden von Afrika.


10 Fakten über den Rhodesian Ridgeback

1. Der Rhodesian Ridgeback ist die einzig anerkannte Rasse aus dem südlichen Afrika.

2. Der im Jahre 1922 für den Rhodesian Ridgeback aufgestellte Rassestandard basierte auf dem Standard des Dalmatiners.

3. Markantestes Markenzeichen der Rasse ist der Ridge. Ein Haarkamm auf dem Rücken, welcher entgegen der eigentlichen Haarwuchsrichtung verläuft. Medizinisch betrachtet ist der Ridge eine leichte Form der Spina bifida, auch “offener Rücken” genannt.

4. Früher wurden Welpen, die ohne den Ridge geboren wurden nach der Geburt getötet. Der britische Rasseclub hielt noch bis zum Jahre 2008 an dieser Vorschrift fest.

5. Von 1992-2002 stand der Rhodesian Ridgeback auf der Rasseliste in Bayern.

6. Durch seinen Einsatz bei der Löwenjagd, kennt man die Rasse im Englischen auch unter dem Namen African Lion Dog.

7. Die Rasse wurde 1926 vom Kennel Union des Südlichen Afrika anerkannt.

8. Der Rhodesian Ridgeback ist in Deutschland nicht als Jagdgebrauchshund anerkannt.

9. Einige Hunde neigen zu Dermoidsinus (auch Dermoidzysten genannt). Diese sind als Einstülpungen oder kleine Trichter auf der Haut zu erkennen. Es wird vermutet, dass die Gene, welche für den Ridge und den Dermoidsinus verantwortlich sind, miteinander gekoppelt sind.

10. In Fankreisen werden die Rhodesian Ridgebacks liebevoll “Ridgies” genannt.

Ridge Rhodesian Ridgeback

Markantestes Markenzeichen des Rhodesian Ridgeback ist der Ridge. Ein Haarkamm auf dem Rücken, welcher entgegen der eigentlichen Haarwuchsrichtung verläuft. Fotoquelle: M3 SHERPA, WikiCommons:


Löwenfänger aus Rhodesien

Der Rhodesian Ridgeback stammt, wie der Name schon sagt, aus dem früheren Rhodesien (heute: Zimbabwe). Welche Rassen genau zu seiner Entstehung beigetragen haben, ist bis heute nicht ganz zweifelsfrei geklärt oder belegt. Fest steht jedoch, dass die Hunde der einheimischen Khoi-Khoi (von den damaligen Siedlern auch Hottentotten genannt) häufig den Ridge aufwiesen. Dies ist ein Haarkamm auf dem Hunderücken, welcher entgegen der eigentlichen Haarwuchsrichtung verläuft und später zum Markenzeichen des Rhodesian Ridgebacks wurde.

Löwenjagd mit Rhodesian Ridgeback

Löwenjagd mit Rhodesian Ridgeback

Hunde der Kolonialherren, wie Doggen, Mastiffs oder Greyhounds wurden mit diesen Hottentotten-Hunden verpaart. Schließlich waren die lokalen Hunde bekannt für ihren erfolgreichen Einsatz bei der Jagd und als Wachhund sowie den ausgeprägten Beschützerinstinkt. Heraus kam ein mutiger, intelligenter und zäher Hund, der Rhodesian Ridgeback. Er wurde schnell sehr beliebt und zeichnete sich durch seine Ausdauer und Unerschrockenheit aus.

Er war und ist auch heute noch ein exzellenter Jagdhund, wenngleich er in Deutschland nicht als Jagdgebrauchshundrasse anerkannt ist. Großwild und insbesondere auch Löwen waren kein Problem für den mutigen und selbstständigen Ridgeback.

Mehr Infos: Ursprung und Geschichte


Jagdhund mit sanfter Seite

Die Rasse ist sehr intelligent, sensibel und lernwillig. Ein Training, welches ausschließlich auf dem Belohnungsprinzip basiert, eignet sich zur Erziehung am besten, da der Ridgeback bei Druck, Strenge oder gar Gewalt eher verweigert und dichtmacht. Er ist bisweilen eigenwillig und dazu sehr selbstständig und mutig. Kein Wunder, wurde dies bei der Großwildjagd schließlich von ihm verlangt. Dort hielt er Löwen und andere Tiere so lange auf dem Platz, bis die Jäger eintrafen und sie erlegen konnten.

Der Rhodesian Ridgeback benötigt einen konsequenten und verlässlichen Rudelführer. Am besten einen mit ausreichend Hundeerfahrung. Schließlich ist der Ridgeback ein Spätzünder und erst mit etwa 2 Jahren sind seine mentale und körperliche Entwicklung abgeschlossen. Umso wichtiger, dass er eine feste Führung erhält und gut erzogen wird.

Der Ridgeback ist sehr loyal und liebt seine Bezugsperson bzw. das ganze Rudel. Obwohl er ein Jagdhund ist, ist er bei guter Sozialisierung äußerst kinderlieb und bestens für Familien geeignet. Er kommt auch gut mit Artgenossen und anderen Haustieren aus, sofern diese ihm vertraut sind. Gegenüber unbekannten Tieren oder anderen Hunden ist er eher zurückhaltend.

Kind mit Rhodesian Ridgeback

Der Ridgeback ist sehr loyal und liebt seine Bezugsperson bzw. das ganze Rudel. Obwohl er ein Jagdhund ist, ist er bei guter Sozialisierung äußerst kinderlieb und bestens für Familien geeignet. Er kommt auch gut mit Artgenossen und anderen Haustieren aus, sofern diese ihm vertraut sind.

Im Haus verhält der sanfte Ridgeback sich normalerweise eher ruhig und bellt nur, wenn ihm etwas wirklich ungewöhnlich oder bedrohlich erscheint. Er ist ein prima Wachhund und Fremden gegenüber zunächst etwas reserviert. Dabei ist die Rasse jedoch niemals aggressiv oder scheu.


Rhodesian Ridgeback Welpen machen viel Arbeit

Wer sich einen Rhodesian Ridgeback Welpen ins Haus holen möchte, sollte sich zuvor eingehend mit der Rasse und ihren Ansprüchen befassen. Denn der Ridgeback ist kein Hund für jedermann. Hundeerfahrung sollten die zukünftigen Halter unbedingt mitbringen oder zumindest die Bereitschaft den Vierbeiner unter fachmännischer Anleitung solide und konsequent auszubilden.

Dieser Arbeitsaufwand sollte nicht unterschätzt werden. Schließlich hat so ein kleiner Welpe allerlei zu lernen, ehe es zu Hause harmonisch und nach Herrchens oder Frauchens Regeln zugeht. Am besten kommunizieren Sie schon vom ersten Tag an, was erlaubt ist und was nicht. Bleiben Sie bei einmal aufgestellten Regeln und machen Sie keine Ausnahmen. Denken Sie auch daran, die sensible Welpenphase optimal zu nutzen und den Rhodesian Ridgeback Welpen an alles zu gewöhnen und ihn ausreichend zu sozialisieren. Insbesondere, wenn Sie Kinder zu Hause haben oder Nachwuchs planen.

Rhodesian Ridgeback Welpe

Rhodesian Ridgeback Welpen erforden viel Aufmerksamkeit und vor allem Zeit. Der Arbeitsaufwand sollte nicht unterschätzt werden!

Besonders wichtig ist zu Beginn natürlich auch das Welpen-ABC. Leinenführigkeit, Stubenreinheit, Grundkommandos und Co müssen vermittelt und verstanden werden. Am besten, Sie besuchen gemeinsam einen Welpenkurs oder nutzen ein anderes Angebot der örtlichen Hundeschule. So können Sie beide gemeinsam lernen, der Ridgeback hat Anschluss zu Artgenossen und Sie können sich mit anderen Hundehaltern austauschen.


Woher bekomme ich einen Rhodesian Ridgeback?

Eine gute Anlaufstelle ist der VDH und die ihm angeschlossenen Vereine und Züchter. Diese haben strenge Regeln bezüglich Zuchtordnung und Rassestandard und verlangen gewisse Grundvoraussetzungen von ihren Züchtern, deren Zwingern und Zuchthunden. Eine gute Zuchtauslese, Kenntnisse in Genetik und eine einwandfreie Gesundheit der Zuchttiere sind besonders wichtig, um geistig und körperlich gesunden Nachwuchs zu gewährleisten.

Fragen Sie den Züchter Ihrer Wahl ruhig Löcher in den Bauch. Er wird Ihnen geduldig alle Fragen rund um den Ridgeback, seine Haltung, Ausbildung und Pflege beantworten. Vielleicht wird er auch Sie ein wenig ausfragen, schließlich ist es den meisten Hundezüchtern wichtig, wohin ihre Schützlinge kommen. Häufig wird Ihnen ohne Nachfrage die Zuchtstätte gezeigt, die Mutterhündin und der gesamte Wurf. Ist der Vater Deckrüde im selben Zwinger, wird auch dieser gerne und stolz präsentiert. Vorsicht, wenn Ihnen die Elterntiere nicht gezeigt werden, oder Ausreden aufgetischt werden. Es könnte sich um unseriöse Züchter oder gar Vermehrer handeln.

Seien Sie ebenfalls wachsam, wenn Sie im Internet oder in Kleinanzeigen nach Rhodesian Ridgeback Angeboten suchen. Obwohl an vielen dieser Inserate nichts Verwerfliches ist und Sie prima Hunde dort finden, sollten Sie immer aufhorchen, wenn das Angebot allzu günstig oder verlockend erscheint. Auch hier könnte es sich um Wühltischwelpen handeln. Entdecken Sie einen bereits ausgewachsenen Ridgeback, der angegeben werden soll, so gilt es, den Abgabegrund genau zu prüfen.

Auch auf unseren Seiten können Sie nach Rhodesian Ridgeback Züchtern stöbern. Sie finden zudem viele weiterführende Links zu internationalen Ridgeback-Webseiten und Zuchtstätten weltweit.


Ein Herz für den Rhodesian Ridgeback in Not

Obwohl die meisten gerne einen Welpen kaufen, damit Sie sich von Anfang an gemeinsam mit dem kleinen Racker ins Abenteuer Hundehaltung stürzen können, verdient auch ein Rhodesian Ridgeback in Not einen schönen Neustart. Solche Notfelle sitzen manchmal jahrelang in Tierheimen oder auf privaten Pflegestellen. Manchmal warten sie auch im Ausland auf einen neuen Besitzer.

Die Abgabegründe sind sehr verschieden und sollten stets gründlich beleuchtet werden. Vielleicht wurde der Ridgeback Opfer einer Allergie, Scheidung, eines Umzugs, Jobwechsels oder sein Herrchen ist verstorben. Die Schuld für seine missliche Lage liegt nur in den seltensten Fällen beim Hund. Selbst wenn dieser abgegeben wurde, weil er unerwünschte Verhaltensweisen zeigt, so ist dies auf seine Haltung und Erziehung zurückzuführen. Der Rhodesian ist natürlich dabei leider immer der Leittragende. Er verliert sein Zuhause und sein Rudel und ist in einem Tierheim alles andere als gut aufgehoben. Er sehnt sich nach einer neuen Familie und Bezugsperson, denen er loyal zur Seite stehen kann.

Nahaufnahme Hunderasse Rhodesian Ridgeback

Es muss nicht immer ein Welpe sein. Denken Sie bei der Anschaffung auch über einen Rhodesian Ridgeback in Not nach!

Vielleicht lohnt sich ja ein Blick hinter die Tierheimmauern und Sie finden genau den Rhodesian Ridgeback, den Sie schon immer wollten. Erst recht, wenn Sie bereit sind, an möglichen Macken zu arbeiten und dem Hund ein tolles und artgerechtes Zuhause bieten möchten. Je nach Abgabegrund ist spezielles Training unter Umständen sogar überhaupt nicht nötig und der Vierbeiner ist im Grundgehorsam erzogen, stubenrein und sozial.


Was Sie vor dem Kauf des Rhodesian Ridgebacks bedenken sollten

Machen wir uns nichts vor: Die Haltung eines Rhodesian Ridgebacks ist sehr zeitaufwendig und arbeitsintensiv. Insbesondere in den ersten zwei Jahren, bis der Ridgeback vollständig ausgewachsen und erzogen ist. Sie sollten mehrere Stunden pro Tag für den lauffreudigen Hund einplanen. Allein die Gassirunden schlagen zeitlich sehr zu Buche. Darüber hinaus bedarf es noch einiges an geistiger Auslastung, Training und Erziehung. Ein Besuch in der Hundeschule ist ebenfalls dringend zu empfehlen.

Zeit ist also ein wichtiger Faktor. Außerdem sollte Ihre berufliche und familiäre Situation mit der Hundehaltung vereinbar sein. Es müssen alle an einem Strang ziehen und mit dem Ridgeback einverstanden sein. Niemand darf Allergien oder gar Ängste haben. Nicht zuletzt sollte die Haltung eines Vierbeiners natürlich laut Mietvertrag erlaubt sein. Der Ridgeback ist sehr anpassungsfähig und bei genügend Auslastung durchaus auch für eine Wohnung geeignet. Ein Häuschen mit Garten wäre aber sicherlich die bessere Variante.

Bedenken Sie bitte ebenfalls, dass die monatlichen und jährlichen Kosten für Futter, Impfungen, Wurmkuren, Zubehör usw. mitunter teuer zu Buche schlagen. Hinzu kommen Ausgaben, mit denen nicht gerechnet wird, wie eine Operation oder sonstige kostspielige Tierarztrechnungen. Es ist gut daher, ein finanzielles Polster nur für den Rhodesian Ridgeback einzuplanen.

Planen Sie auch ein, wie und wo der Rhodesian Ridgeback versorgt wird, wenn Sie einmal krank werden sollten oder in den Urlaub fahren möchten.


Warum nicht ein Rhodesian Ridgeback Mix?

Es gibt zahlreiche Rhodesian Ridgeback Mischlinge. Gekreuzt wird der Jagdhund zum Beispiel mit dem Deutschen Schäferhund, dem Weimaraner, Dalmatiner oder Labrador Retriever. Daraus resultieren Hybride mit völlig unterschiedlichen Charakterzügen und verschiedenem Aussehen.

Ein Ridgeback Mix ist darum immer für eine Überraschung gut und kann hinsichtlich finaler Größe oder Wesen ein wenig unvorhersehbar sein. Natürlich immer in Abhängigkeit vom Kreuzungspartner. Sind sich die Ausgangsrassen in Statur, Aussehen oder Fellbeschaffenheit recht ähnlich, so dürfte auch der Nachwuchs mit ähnlichen Merkmalen geboren werden. Doch wehe, der Rhodesian Ridgeback wurde mit einem viel kleineren oder charakterlich völlig andersartigem Hund gekreuzt. Auch Farbe und Fell kann unter Umständen stark variieren.

Wenn es ein Mix sein soll, dann sollten Sie flexibel sein und sich den Bedürfnissen und Eigenheiten Ihres Rhodesian Ridgeback Mischlings anpassen können. Denn nicht immer werden die erhofften Attribute bei einer Kreuzung von zwei Rassen auf den Welpen übertragen. Auf jeden Fall wird es eine kleine Wundertüte und Sie erhalten einen völlig einzigartigen Hund.


Wenn Sie mit einem Rhodesian Ridgeback züchten möchten

Die Entscheidung, mit seinem Ridgeback zu züchten, sollte niemals leichtfertig getroffen werden. Auf keinen Fall, sollte Ihre Hündin gedeckt werden, einfach, damit sie einmal Welpen hatte. Es gibt bereits genügend Hunde, die auf ein Zuhause warten und es gibt keinerlei Garantie, dass alle Welpen vermittelt werden können. Und bei Rhodesian Ridgebacks sind Wurfstärken von 8-12 Welpen keine Seltenheit.

Hunderasse Rhodesian Ridgeback

Wollen Sie die Hunderasse Rhodesian Ridgeback als Züchter vertreten und Welpen züchten?

Sie sollten sich auf das Abenteuer Trächtigkeit, Geburt und Welpenaufzucht darum gut vorbereiten. Dazu gehören unter anderem tierärztliche Checks und die Suche nach einem geeigneten Deckrüden. Das Beste sollte gerade gut genug sein, damit gesunder, wesensfester und dem Rassestandard entsprechender Nachwuchs entsteht. Unterschätzen Sie bitte den zeitlichen und finanziellen Aufwand für dieses Unterfangen nicht. Von der Wurfplanung bis zur Abgabe werden Sie viel Herzblut und Nerven investieren und Ihre Unkosten gerade einmal mit dem Verkauf der Welpen decken.

Möchten Sie hingegen Ihren Rhodesian Ridgeback als Deckrüden anbieten, sollten Sie genauso gewissenhaft vorgehen und sich gut informieren. Am besten, Sie absolvieren mit Ihrem Rüden eine Zuchtzulassungsprüfung, wo sowohl Verhalten als auch Standardkonformität überprüft werden. Voraussetzungen zur Teilnahme sind, neben einer Vereinsmitgliedschaft, außerdem diverse Gesundheitsgutachten, z.B. für HD, ED und Degenerative Myelopathie.

Eignen Sie sich die nötigen Kenntnisse zur Zucht in Kursen und Lehrgängen an, ehe Sie loslegen und Ihren Deckrüden anbieten. Am besten, Sie treten einem Verein bei. Die dortigen Mitglieder und Zuchtwarte helfen gerne weiter und bieten wertvolle Tipps und hilfreiche Informationen zum Thema Rasse und Zucht.


Gibt es typische Krankheiten beim Rhodesian Ridgeback?

Der Rhodesian Ridgeback ist unter den Top 20 der beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Diese Beliebtheit hatte leider auch zur Folge, dass die Rasse verstärkt ins Visier der Vermehrer geraten ist, die Welpen am laufenden Band produzieren. Dadurch sind mittlerweile einige Erbkrankheiten auf dem Vormarsch, welche seriöse Züchter durch gewissenhafte Zuchtauslese und Gesundheitskontrollen normalerweise weitestgehend vermeiden können. Mögliche Krankheiten des Rhodesian Ridgebacks können sein:

  • Dermoidsinus
  • Hüftgelenksdysplasie
  • Ellbogendysplasie
  • Degenerative Myelopathie
  • Taubheit
  • Schilddrüsenprobleme

Natürlich erkrankt nicht jeder Rhodesian Ridgeback an einer dieser Krankheiten. Die Rasse gilt ohnehin eher als sehr robust und hart im Nehmen.


Urlaub ohne meinen Rhodesian Ridgeback? Ohne mich!

Ohne Hund ist für viele Halter der Urlaub einfach nicht perfekt. Damit es jedoch entspannte und unvergessliche Ferien werden, sollte im Vorfeld einiges beachtet und geplant werden.

Informieren Sie sich über Einreisebestimmungen, Impfvorschriften und sonstige Voraussetzungen und Gesetzesregelungen für Ihren Rhodesian Ridgeback am Urlaubsziel. Tollwutimpfungen sind eigentlich immer Pflicht und manchmal herrschen Leinen- und Maulkorbzwang. Gestalten Sie die Anreise so angenehm wie möglich für alle Beteiligten. Sie sollte nicht zu lang oder beschwerlich für den Hund werden. Am besten geeignet ist das Auto, aber auch Anreisen mit Bahn und Flugzeug sind denkbar.

Hund Rhodesian Ridgeback

Wer sich für einen Hundl, Rhodesian Ridgeback, entscheidet muss auch seinen Urlaub entsprechend planen.

Buchen Sie ein hundefreundliches Hotel oder Ferienhaus oder weichen Sie auf Camping aus. Denken Sie an alle notwendigen Papiere, wie EU-Heimtierausweis, Tickets, gegebenenfalls Futter und sämtliches Zubehör für den Rhodesian Ridgeback. Natürlich darf auch eine Reiseapotheke nicht fehlen.

Gewöhnen Sie den Ridgeback so früh wie möglich an eine Transportbox und das Autofahren. Dies erspart Ihnen und dem Vierbeiner viel Stress, wenn es endlich auf große Fahrt in die Ferien geht.


Wie alt wird ein Rhodesian Ridgeback?

Die Lebenserwartung des Rhodesian Ridgebacks liegt bei etwa 10-12 Jahren. Sie wird allerdings durch verschiedene Faktoren bestimmt, die Sie als Hundehalter teilweise beeinflussen können, damit Ihr Liebling ein hoffentlich gesundes, erfülltes und langes Hundeleben genießen kann. Dazu gehören:

Insbesondere Impfungen spielen bei der Gesundheitsvorsorge eine wichtige Rolle. Sie schützen den Rhodesian Ridgeback vor gefährlichen Krankheiten mit teils tödlichem Ausgang. Welche Impfungen für Ihren Ridgeback nötig sind und welche zusätzlich verabreicht werden können, besprechen Sie am besten mit Ihrem Tierarzt. Ohne einen ausreichenden Impfschutz ist Ihr Vierbeiner nämlich verschiedenen Bakterien und Viren schutzlos ausgeliefert. Einmal erkrankt wird der Hund zudem zu einer Gefahr für andere Artgenossen und manchmal sogar den Menschen (Zoonosen).


Wie aufwendig ist die Pflege des Rhodesian Ridgebacks?

Die Rasse ist nicht sehr pflegeintensiv und haart zudem nur wenig. Ein- oder zweimal die Woche bürsten oder striegeln reicht völlig aus. Ein Bad benötigt der Hund nur in Ausnahmefällen, wenn er sich in etwas Giftigem oder Übelriechendem gewälzt hat beispielsweise. Dazu sollte nur Hundeshampoo verwendet werden oder sehr milde Babypflegeprodukte. Es kann jedoch manchmal ein medizinisches Bad nötig sein, wie bei Hautproblemen oder Parasiten. Bei leichten Verschmutzungen reicht auch das kurze Abduschen mit einer Handbrause.

Doch zur Pflege des Rhodesian Ridgebacks gehört noch mehr, als nur die Fellpflege. Überprüfen Sie täglich Ohren, Augen, Maul und Zähne und reinigen Sie diese bei Bedarf. Im Falle der Zähne gerne auch regelmäßig. Und vergessen Sie die Schuhe Ihres Rhodesian Ridgebacks nicht, also seine Pfoten und Krallen. Checken Sie den Hund zudem täglich auf Auffälligkeiten, wie Verletzungen, und suchen Sie gewissenhaft nach Zecken und anderen Parasiten.


Ausgewogene und gesunde Ernährung

Der Rhodesian Ridgeback frisst alles, was er zwischen die Beißerchen bekommt. Sein Appetit kennt keine Grenzen. Darum ist auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung besonders zu achten. Ansonsten neigt die Rasse nämlich zu Übergewicht. Jedes Pfund zu viel auf den Rippen wirkt sich jedoch negativ auf die Gesundheit und Lebenserwartung Ihres Hundes aus.

Füttern Sie hochwertiges und artgerechtes Futter mit möglichst wenig Füllstoffen. Ob Nass- oder Trockenfutter ist dabei in erster Linie egal. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Oft müssen Sie sogar ein wenig experimentieren und verschiedene Sorten oder Marken ausprobieren, ehe entdeckt wird, was Ihrem Rhodesian Ridgeback schmeckt und obendrein gesund und bekömmlich ist. Achten Sie auf jeden Fall auf Abwechslung im Napf, um Mangelerscheinungen oder einer Überversorgung mit bestimmten Nährstoffen vorzubeugen. Auch Barfen ist eine gute Alternative.

Hunderasse Rhodesian Ridgeback

Hunderasse Rhodesian Ridgeback: wer auf die richtige Ernährung achtet wird lange Freude mit seinem Ridge haben.

Seien Sie auf jeden Fall sparsam mit Leckerlis und Belohnungshappen und passen Sie Futterrationen und Kalorienzahl dem Alter und Bewegungsgrad des Ridgebacks an. Mit ein paar einfachen Tricks, können Sie zudem oft alleine herausfinden, ob Ihr Rhodesian Ridgeback über- oder normalgewichtig ist. Natürlich darf darüber hinaus sowieso nicht alles einfach so im Napf landen. Es gibt eine ganze Reihe von giftigen Lebensmitteln und Speisen, die der Ridgeback besser nicht fressen sollte.


Beschäftigung ist ein Muss für den intelligenten Ridgeback

Die Rasse wurde einst für die Arbeit gezüchtet und hat auch heute noch gerne eine Aufgabe. Der Rhodesian Ridgeback ist nämlich lauffreudig, intelligent und sehr arbeitswillig. Geben Sie ihm Gelegenheit, sein Talent unter Beweis zu stellen und fördern und fordern Sie ihn mit entsprechenden Beschäftigungen.

Achten Sie dabei auf eine gute Mischung zwischen Bewegung und Köpfchenarbeit. Schließlich sind geistige Herausforderungen mindestens genauso wichtig, wie körperliche Fitness. Eine Hundesportart ist prima für den Rhodesian Ridgeback und auch für Spiele, Training und Tricks ist der kluge Hund gern zu haben.

Rhodesian Ridgeback Bewegung

Der Rhodesian Ridgeback liebt viel Bewegung und mentale Aufgaben.

Lange Spaziergänge sollten ohnehin selbstverständlich sein. Einem Garten gegenüber ist der aktive Hund ebenfalls nicht abgeneigt. Hundeanfänger sollten unbedingt Rat in einer Hundeschule suchen, wenn es um die Ausbildung und Erziehung des Rhodesian Ridgebacks geht. Der Spätzünder braucht nämlich konsequente Führung von Anfang an, bis seine mentale und körperliche Entwicklung abgeschlossen ist. Eine lange Zeit, in der viele Fehler passieren können, die hinterher nur schwer wieder zu korrigieren sind.


Unerwünschte Untermieter – Parasiten beim Rhodesian Ridgeback

Parasiten bekommt auch der bestgepflegteste Rhodesian Ridgeback von Zeit zu Zeit. Insbesondere Zecken können sehr lästig sein und den Hund bei jedem Spaziergang neu befallen. Darum sollte der Vierbeiner nach jedem Spaziergang gründlich nach den Plagegeistern abgesucht werden. Auch eine Ansteckung mit Flöhen, Milben oder auch Würmern geht oft schneller und einfacher, als gedacht.

Solche Untermieter sind lästig, verursachen Juckreiz, Unwohlsein und können unbehandelt in Einzelfällen sogar zum Tode führen. Erschwerend hinzu kommt, dass durch Parasiten beim Rhodesian Ridgeback auch Krankheiten ausbrechen können, wie zum Beispiel Borreliose. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass Floh und Co auch eine Gefahr für Herrchen und Frauchen darstellen, da sie vom Hund auf den Menschen oder umgekehrt übertragen werden können.

Zum Glück machen Wurm- und Flohkuren dem Spuk meist schnell ein Ende. Dabei sollten immer alle Hunde im Haushalt behandelt werden, egal, ob tatsächlich jeder Vierbeiner befallen ist oder nicht. Die Umgebung, insbesondere Schlaf- und Liegeplätze sollten ebenfalls gründlich gereinigt werden, um eine Neuansteckung zu vermeiden.


Trauriger Abschied – Der Rhodesian Ridgeback geht über die Regenbogenbrücke

Niemand mag sich vorab gern damit beschäftigen, doch irgendwann ist der Tag leider gekommen, an dem Sie dem Rhodesian Ridgeback Lebewohl sagen müssen. Nicht selten findet dies in einer Tierarztpraxis statt, wenn der Hund eingeschläfert werden muss. Ein schwerer letzter Gang.

Zum Glück sind heute allerdings viele Tierärzte bereit, den Vierbeiner in seiner gewohnten Umgebung und umringt von seiner Familie über die Regenbogenbrücke zu schicken. Dieses Einschläfern zu Hause erleichtert Hund und Herrchen gleichermaßen den Abschied, da Trauer besser zugelassen wird, Sie genügend Zeit zum Abschiednehmen haben und es natürlich auch für den Rhodesian Ridgeback stressfreier ist.

Doch was geschieht mit dem Hund, nachdem der Arzt ihn erlöst hat? Sie haben verschiedenen Möglichkeiten, den Hund zu bestatten. Im eigenen Garten, auf einem Tierfriedhof, in einer biologisch abbaubaren Urne oder eine Aufbewahrung der Asche zu Hause sind denkbare Optionen. Darüber hinaus haben Sie natürlich noch anderweitige Möglichkeiten, dem Rhodesian Ridgeback gebührend zu gedenken. Beispiele hierfür wären ein Bild aufhängen, seine Asche in ein Schmuckstück einarbeiten lassen, einen Pfotenabdruck nehmen oder gar einen Tierdiamanten pressen lassen.

Sind Kinder gemeinsam mit dem Rhodesian Ridgeback aufgewachsen, sollten Sie besonders behutsam vorgehen und altersgerecht erklären, warum der Hund gestorben ist oder erlöst werden musste. Kinder begreifen die Endgültigkeit dieses Ereignisses oft noch nicht so recht, weshalb Sie auf alle aufkommenden Fragen eingehen sollten und dabei stets ehrlich antworten.

Siehe auch: Rhodesian Ridgeback Lebenserwartung


Manchmal muss man sehen, um zu verstehen!

Gewinnen Sie einen Überblick über die Rasse und sehen Sie sich zahlreiche Videos und Bilder des Rhodesian Ridgebacks auf unseren Seiten an.

Erfahren Sie mehr über Rassestandard, Haltung, Pflege und Ursprung des einstigen Löwenjägers und erleben Sie den Ridgeback in Aktion.

So können Sie sich ein erstes Bild machen und vielleicht sind auch Sie schon bald Feuer und Flamme für den Jagdhund aus Afrika.


Noch mehr Rhodesian Ridgeback gefällig?

Tauschen Sie sich im Forum mit anderen Rhodesian Ridgeback Besitzern und Fans aus aller Welt aus. Bei Fragen rund um Haltung, Pflege, Zucht, Beschäftigung oder Krankheiten geben Ihnen erfahrene Halter und Züchter oft zeitnah Auskunft.

Selbst, wenn Sie nur mitlesen, anstatt Fragen zu stellen, erhalten Sie häufig viele nützliche Tipps und Empfehlungen. Gerne ist man Ihnen auch bei der Suche nach einem geeigneten Züchter in Ihrer Nähe behilflich.


 

Kennen Sie einen Rhodesian Ridgeback? Was ist für Sie das besondere an dieser tollen Hunderasse? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar!

4 thoughts on “Der Rhodesian Ridgeback

  1. Unser RR ist jetzt 7 Monate alt und ein bemerkenswerter Hund. Immer Quatsch im Kopf, immer fordernd aber abends im Bett extrem anschmiegsam. Und ein toller Kumpel für unseren spanischen Pointer. Ein Leben ohne RR ist möglich aber sinnlos

  2. Hallo, unser RR-Rüde ist jetzt 9 Monate und ein ganz toller Hund und Freund. Wir arbeiten konsequent über Belohnung an seiner Erziehung und step by step “schleichen” sich die Erfolge ein. Hundeschule war nichts für ihn. Das hat einfach nicht geklappt und er war “nur durch den Wind”. Über einen online-Kurs arbeiten wir jetzt allein mit ihm. Das klappt super. Aber natürlich ist das nicht unser erster RR und wir haben 50 Jahre Hundeerfahrung.. Aber unser RR ist ein deutlich aktiver und auch etwas nervöser Hund. Aber die Nervosität legt sich langsam und er ist ja auch noch sehr jung. Kein Problem. Allerdings meinte die Züchterin, wir machen zu viel mit ihm und nun wollte ich mir doch einmal einen Rat einholen. Wir sind mit unserem Hund morgens ca. zwei Stunden im Wald und gehen spazieren. Aber natürlich legen wir Pausen ein. Wir kombinieren Spiel, Entspannung und Lernen. Gemeinsames kleines Frühstück, Pause am Wildgehege, Enten füttern usw. Also sicher nicht mehr als 3 km Weg gesamt mit Pausen. Aber da er ja ohne Leine unterwegs ist, läuft er natürlich mehr als ich. Dann natürlich über den Tag verteilt seine Pipi-Runden je 15 Minuten und abends vor dem Schlafen gehen wir noch eine Runde an der Leine durch den Ort. – ca. 45 Minuten. Alles ca.-Werte. Ich sehe ja auch nicht auf die Uhr. Ist das für ihn zu viel ??

  3. Liebe Reply, meine RR-Hündin ist sieben Jahre alt. Auch bei agilen Welpen kann eine Über-
    forderung vorkommen, wenn der Hund nicht genügend Ruhepausen bekommt. Reizüber-
    flutung kann einen nervösen Hund noch nervöser machen. Versucht es einmal mit mehr Kopf-arbeit, ruhige Suchspiele, Apportieren. Z.B. Leckerli einpacken u. in einem mit Bällchen od.ähnlichem gefüllten Karton suchen lassen. Die Gassigehzeiten vielleicht etwas verkürzen undmehr darauf achten, wann der Hund tatsächlich nach draussen muss. Meine Hündin hat sichz.B. nie bellend gemeldet, man musste sehr genau aufpassen. Viel Spaß weiterhin mit Eurem RR-Welpen.

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