Rhodesian Ridgeback Charakter und Wesen


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Kein Hund für jedermann – Was macht den Rhodesian Ridgeback aus?

Nicht ohne Grund wird behauptet, dass der Ridgeback in erfahrene Hände gehört. Er ist ein körperlich und mentaler Spätzünder und erst mit etwa 2 Jahren ist seine Entwicklung vollständig abgeschlossen und der Charakter gilt als gefestigt.

Eine lange Zeit, in der viel schief gehen kann. Der Rhodesian Ridgeback benötigt konsequente Erziehung und einen verlässlichen Rudelführer, dem der Vierbeiner absolut vertrauen kann. Mit übertriebener Strenge oder gar Härte kommen Sie bei der Rasse allerdings nicht weit.

Ihr Löwenjäger wird unter solchen Umständen das Training eher verweigern und dicht machen. Wer hingegen mit positiver Verstärkung und Motivation arbeitet, bekommt einen Hund, der freudig bereit ist mitzuarbeiten und zu folgen. Wenn er denn einen Sinn in der Aufgabe sieht. Es gibt tatsächlich Rassevertreter, die gerne mal dickköpfig sind und beim Training auf “Durchzug” schalten.

Dies liegt nicht zuletzt am großen Selbstbewusstsein, welches ihrem Einsatz als Jagdhund geschuldet ist. Beim Aufspüren und Jagen von Groß- und Kleinwild waren eigenständiges Denken und Handeln gefragt. Natürlich gehört auch eine gehörige Portion Mut und Ausdauer dazu, einen Löwen zu stellen und am Platz zu halten. Der Jagdtrieb sollte von seinen zukünftigen Besitzern stets im Auge behalten werden, da er den Ridgebacks quasi in die Wiege gelegt wird. Zwar gibt es Hunde, die dem wenig nachgehen, allerdings kann sich der Trieb auch später noch entwickeln und zutage treten.

Charakter und Wesen Rhodesian Ridgeback
Charakter und Wesen Rhodesian Ridgeback: er ist durchsetzungsstark, intelligent, loyal, würdevoll aber auch empfindlich.

Darüber hinaus ist der Rhodesian Ridgeback ein sehr stolzer und loyaler Hund. Er gilt als unbestechlich und ist ein zuverlässiger Partner bei Freizeit, Sport und in der Familie.


Steckbrief Rhodesian Ridgeback

  • Ursprungsland: Südafrika
  • Größe: Rüde 63-69 cm / Hündin 61-66 cm
  • Gewicht: Rüde 36-41 kg / Hündin 29-34 kg
  • Lebenserwartung: 10-12 Jahre
  • Charakter/Wesen: Loyal, intelligent, durchsetzungsstark,
  • Haarkleid: kurz, glatt, dicht mit Ridge auf dem Rücken, jedoch ohne Unterwolle
  • Fellfarbe: (hell bis rot) weizenfarben
  • Verwendung: Jagdhund, Wachhund, Familienhund
  • Andere Namen/Spitznamen: African Lion Hound, RR, Ridge, Löwenhund

Der Rhodesian Ridgeback ist ein Allroundtalent

Das Einsatzgebiet der Ridgebackvorfahren im südlichen Afrika war sehr vielseitig. Einheimische nutzten den lauffreudigen Hund vor allem für die Jagd, zum Bewachen von Haus und Hof, als auch zum Hüten der Tiere. Kein Wunder, dass die ersten Siedler und Kolonialherren schnell die Vorzüge dieser loyalen Hunde erkannten und aus dem ursprünglichen Ridgebacktyp eine ausdauernde und lernwillige Rasse mit viel Selbstbewusstsein und eigenem Kopf züchteten. Sie verwendeten den Vierbeiner dann auch vor allem auf den langen Streifzügen bei der Jagd. Hier war Anpassungsfähigkeit an das Gelände der Weiten Afrikas gefragt, eine rasche Auffassungsgabe und das Vermögen schnell und eigenständig zu handeln. Der Rhodesian Ridgeback reagiert dabei sehr sensibel auf neue oder unbekannte Situationen und kann Gefahren meist richtig einschätzen.

All diese Vorzüge machen ihn zu einem vielseitigen Begleiter für den Menschen. Der Rhodesian Ridgeback eignet sich aufgrund seiner Charakter- und Wesenszüge beispielsweise hervorragend als Partner für den Hundesport. Zwar sollten gewisse Sportarten wie Agility der Gelenke wegen nicht zu früh ausgeübt werden, doch ansonsten kann der Ridgeback bei jeder Sportart mitmischen. Für die Rasse ideal sind natürlich solche, die Kondition und Schnelligkeit voraussetzen und dabei gleichzeitig das Köpfchen des hübschen Hundes fordern. Tipp: Rhodesian Ridgeback Beschäftigung Ist der Sport zu einseitig oder bietet wenig Herausforderungen, so kann der Ridgeback jedoch schnell die Lust verlieren, weil er nicht einsieht, was der ganze Quatsch eigentlich soll.

Rhodesian Ridgeback Wesen
Der Rhodesian Ridgeback ist ein sehr vielseitiger Hund.

Er kann darüber hinaus natürlich immer noch zur Jagd eingesetzt werden, wenngleich er in Deutschland keine anerkannte Jagdhunderasse ist. Auch als Wachhund ist er immer noch bestens geeignet. Eine gewisse Scheu und Skepsis gegenüber Fremden ist nämlich einer der markanten Wesenszüge des Rhodesian Ridgebacks, dabei sollte er jedoch nie aggressiv sein.

Seine Menschenfreundlichkeit gepaart mit einer feinen Nase, machen die Rasse auch als Rettungs- und Suchhund interessant. Schließlich arbeitet der Ridgeback unermüdlich und bis zur völligen Erschöpfung, wenn es sein muss. Da sollten Herrchen und Frauchen schon drauf achten, das ihr Kraftpaket hin und wieder eine Pause einlegt.

Eignet sich der Rhodesian Ridgeback als Therapiehund?

Der Rhodesian Ridgeback hat in der Tat eine sehr liebevolle und sensible Seite. Ihm wird häufig ein sechster Sinn nachgesagt, den er bei der Therapiehundearbeit gut einsetzen kann. Es dürfen allerdings nur sehr wesensfeste, ruhige und gut geschulte Hunde diese wichtige Arbeit aufnehmen. Weitere Voraussetzungen sind:

  • Gehorsam und Vertrauen gegenüber dem Ausbilder/Hundeführer
  • Frühe Prägung (je nach Einsatzgebiet beispielsweise Kinder oder Menschen mit körperlicher/geistiger Behinderung)
  • Belastbarkeit
  • KEIN Jagdverhalten
  • Menschenfreundlich (auch bei FREMDEN)
  • Hohe Toleranz gegenüber Berührungen, lauten Geräuschen, plötzlichen Bewegungen
  • Spezielle Ausbildung/Lehrgänge für Hundeführer und Rhodesian Ridgeback

Der Ridgeback ist eine sehr imposante Erscheinung, auf die einige Menschen ängstlich reagieren könnten. Das Eis ist jedoch meist schnell gebrochen. Der Hund besticht durch sein schönes und einmaliges Aussehen und kann äußerst sanft sein.

Rhodesian Ridgeback Charakter und Wesen
Mit seinem sechsten Sinn kann der Rhodesian Ridgeback auch als Therapiehund eingesetzt werden wenn er gewissen Vorraussetzungen im Charakter erfüllt.

Ein Wächter und Jäger mit Familiensinn

Der Ridgeback ist kein Hund für kleine Wohnungen oder gar den Zwinger. Er braucht Platz und freie Flächen, um sich wohl zu fühlen. Ein Garten ist ideal und Familienanschluss ein absolutes Muss. Der Vierbeiner lebt gern eng bei seiner Familie als fest integriertes Mitglied des Menschenrudels. Er benötigt eine gute Führung und eine verlässliche Bezugsperson, der er vertrauen kann.

Es wurde eingangs schon erwähnt, dass der Rhodesian Ridgeback einer konsequenten Erziehung und solider Ausbildung bedarf. Dazu gehört auch die Prägung und Sozialisierung des Hundes. Er sollte positive Erfahrungen sammeln und insbesondere Menschen aller Altersklassen kennenlernen. Soll er später in einer Familie mit Kindern leben, sollte natürlich besonders viel Wert darauf gelegt werden, den Hund an Babys und Kleinkinder zu gewöhnen. Da der Ridgeback Fremden gegenüber eher zurückhaltend und reserviert ist, wäre es weiterhin von Vorteil, dass es normal für den Vierbeiner wird, wenn die Freunde Ihrer Sprösslinge bei Ihnen ein und aus gehen.

Machen Sie sich auf die Suche nach einem Rhodesian Ridgeback, ist der Züchter natürlich Ansprechpartner Nummer 1 für alle Ihre Fragen und Bedenken. Er kann bei der Auswahl des richtigen Welpen helfen und viele nützliche Tipps mit auf den Weg geben. Zudem kennt er das individuelle Temperament und die Charaktereigenschaften seiner Schützlinge ganz genau und kann am besten einschätzen, mit welchem kleinen Ridgeback Sie und Ihre Familie glücklich werden.

Ist der Rhodesian Ridgeback kinderfreundlich?

Prinzipiell ist jeder Hund kinderfreundlich und für Familien geeignet. So auch der Rhodesian Ridgeback. Dies setzt allerdings einige Vorkehrungen voraus, welche Sie als Halter treffen müssen.

Kindern sollte von Anfang an klar gemacht werden, dass der Hund kein Spielzeug ist. Geben Sie dem Ridgeback einen festen Rückzugsort, an dem ihn niemand stören darf, zum Beispiel sein Schlafplatz. Erlauben Sie kleinen Kindern nicht, auf dem Hund rumzuklettern, ihn permanent zu streicheln, grob zu kneifen oder am Schwanz oder den Ohren zu ziehen, wie es Kleinkinder und Babys womöglich unabsichtlich tun.

Außerdem sollte Ihnen bewusst sein, dass der Ridgeback in Größe und Gewicht Ihren Kindern je nach Alter weit überlegen ist. So kann es sein, dass der temperamentvolle Vierbeiner die Kleinen im Spiel umrennt oder umwirft. Dies macht er natürlich nicht aus Böswilligkeit. Er wird Ihren Nachwuchs vermutlich genauso innig lieben wie Sie. Doch kann es beim wilden Spiel natürlich zu Verletzungen, blauen Flecken oder Tränchen kommen. Der Größe und Kraft des Ridgebacks ist es außerdem geschuldet, dass Sie Ihre Kinder nicht mit dem Hund alleine Gassigehen lassen können. Ein Rhodesian Ridgeback, der an seiner Leine zieht, ist schon für so manch Erwachsenen schwer zu kontrollieren, für Kinder wird es jedoch ein unmögliches Unterfangen.

Rhodesian Ridgeback und Kleinkinder
Prinzipiell ist jeder Hund kinderfreundlich und für Familien geeignet. So auch der Rhodesian Ridgeback. Dies setzt allerdings einige Vorkehrungen voraus, welche Sie als Halter treffen müssen.

Jugendliche sind hingegen kein Problem, wenn ein Ridgeback ins Haus kommt. Natürlich sollten auch sie den respektvollen Umgang mit dem Vierbeiner lernen. Da die Rasse nämlich eine hohe soziale Intelligenz besitzt, wird der Hund verstehen, dass die “Jungtiere” im eigentlich nichts zu sagen haben und im Rang unter ihm stehen. Fordern sie Gehorsam von ihm, kann er den also mitunter verweigern oder die Kinder in ihre Schranken weisen.

Es ist also Aufgabe des Rudelführers, sprich Ihnen als Eltern, für klare Verhältnisse zu sorgen. Natürlich dürfen kleine Kinder sowieso nie mit einem Hund alleine gelassen werden, egal, welcher Rasse. Geben Sie dem Ridgeback allerdings von Anfang an ausreichend Zeit und Gelegenheit, sich mit “kleinen Menschen” zu beschäftigen und sie kennenzulernen, so lernt auch er den korrekten Umgang und wird sein Familienrudel sicherlich lieben und beschützen und Ihnen loyal zur Seite stehen.

 


Gibt es Wesens- und Charakterunterschiede zwischen Rhodesian Ridgeback Rüde und Hündin?

Jeder Hundebesitzer bevorzugt insgeheim eines der Geschlechter. Dies liegt entweder an Erfahrungen, die bereits bei der Haltung eines Rüden oder einer Hündin gemacht wurden oder an Informationen, die vor dem Kauf hinsichtlich Verhalten eingeholt wurden.

Doch leider kursieren immer noch die wildesten Vorurteile, wenn es um die Unterschiede geht und viele der Behauptungen sind keineswegs geschlechtsspezifisch, sondern können auch Rüde oder Hündin gleichermaßen zutreffen.

Von Rüden wird gern behauptet:

  • Sie sind imposanter
  • Markieren viel
  • Sind aggressiver
  • Zeigen Dominanzverhalten
  • Laufen häufiger weg

Von Hündinnen wird gern behauptet:

  • Sie sind leichter zu erziehen und unterwürfiger
  • Die Weiblein sind wahre Schmusebacken
  • Streunen nicht rum
  • Werden nicht in Raufereien und Kämpfe verwickelt
  • Machen Dreck während der Läufigkeit
  • Sind weniger selbstbewusst

Natürlich können diese Weisheiten auf das jeweilige Geschlecht zutreffen, aber eben nicht immer. Im Gegenteil. Es gibt auch imposante und stattliche Rhodesian Ridgeback Damen und zierlichere Rüden. Einige Weibchen neigen zu Imponierverhalten, markieren das Territorium und heben dabei sogar ein wenig das Bein. Während der Läufigkeit kann es die Hündin ebenfalls in die Ferne ziehen, wenn Sie auf der Suche nach einem geeigneten Partner ist. Zickig und uneinsichtig bei der Erziehung sind einige weibliche Rassevertreter auch. Und wer schon mal zwei Hündinnen hat kämpfen sehen, weiß, dass es da oft härter und ernster zugeht, als bei den Herren. Solche Kämpfe starten mitunter aus dem Nichts und ohne Vorwarnung heraus.

Rhodesian Ridgeback Rüde oder Hündin?
Rhodesian Ridgeback Rüde oder Hündin?

Wer darum zwei Hunde halten möchte, sollte überlegen, ob es nicht besser ein gemischtes Pärchen oder zwei Rüden sein sollten. Sind die beiden Ridgebackdamen hingegen verwandt und in einem Rudel groß geworden, könnte es durchaus klappen und harmonisch zugehen.

Auf der anderen Seite gibt es total anhängliche und verschmuste Rüden, die den ganzen Tag die Ohren gekrault und gestreichelt werden wollen. Aggressivität und Dominanz können, müssen jedoch nicht ausgeprägt sein. Viele Rüden gehen der Konfrontation sogar aus dem Weg und beschwichtigen eher. Außerdem regeln die Ridgeback Rüden oft schneller und souveräner, wer der Ranghöhere ist.

Natürlich ist das spätere Wesen auch stark geprägt von der Aufzucht der Welpen, ihrer Sozialisation und Gewöhnung. Eindrücke und Erlebnisse im Welpenalter können sehr prägend sein und das Verhalten des Hundes nachhaltig beeinflussen.

Wenn Sie einen Rhodesian Ridgeback kaufen möchten und sich beispielsweise einen Wurf ansehen, fragen Sie den Züchter nach Charaktereigenschaften seiner Schützlinge. Er kann Sie bestens beraten und einen Welpen aussuchen, der vom Temperament zu Ihnen passt. Oder Sie entscheiden sich völlig unvoreingenommen für einen Kandidaten und schauen erst hinterher unters Röckchen.

Welche Verhaltensänderungen treten während der Läufigkeit auf?

Ein Grund, warum sich zukünftige Halter gegen eine Hündin entscheiden, ist sicherlich Bequemlichkeit. Schließlich verursacht die Läufigkeit ein- bis zweimal im Jahr, dass die Rhodeisan Ridgeback Hündin Blutstropfen verliert, häufiger als sonst markiert und bei Spaziergängen muss höllisch aufgepasst werden. Doch eigentlich ist diese Zeit halb so schlimm. Es gibt spezielle Schutzhöschen, damit Ihr Zuhause sauber bleibt und vielleicht sollten Sie Gassirunden in Gegenden verlegen, die nicht so stark von anderen Hundebesitzern frequentiert sind. Es kann auch helfen, sehr früh morgens spazierenzugehen, wenn kaum jemand unterwegs ist.

Übrigens halten sich einige Hundedamen supersauber während ihrer Läufigkeit. Einigen Rassevertreterinnen merkt man zudem kaum Verhaltensänderungen an, während andere sich total wandeln. Sie werden plötzlich sehr anhänglich und verschmust. Andere verlieren die Lust an Spielen und Aktivitäten und dösen und schlafen stattdessen viel.

Nicht wenige Hündinnen entwickeln etwa um den vermeintlichen Wurftermin herum (wenn sie tatsächlich gedeckt worden wären) eine Scheinträchtigkeit und produzieren sogar Milch. Dies ist nicht weiter tragisch und die Natur hat sich sogar etwas dabei gedacht. Da es nämlich eigentlich nur der ranghöchsten Hündin zustand Nachwuchs zu bekommen, sicherten die anderen Hündinnen im Rudel damit jedoch ab, dass die Welpen stets gut versorgt waren.
Bei einigen Ridgeback Damen kann die Scheinträchtigkeit sehr ausgeprägt sein, mit Nestbautrieb und dem Bemuttern und Verteidigen von Spielzeug und anderen Dingen, als “Welpenersatz”. Bei extremen Fällen kann eine Kastration helfen, die Situation für die Hündin zu entschärfen.

Wie verändert sich mein Ridgeback Rüde?

Während der Läufigkeit zeigt natürlich in erster Linie die Hündin Verhaltensänderungen. Allerdings benehmen sich die Rüden ebenfalls anders, wenn eine nette Dame in der Nachbarschaft paarungsbereit ist. Sie neigen zum Streunen bzw. Weglaufen, wenn sie die Duftmarken aufgenommen haben. Selbst hohe Gartenzäune können einen paarungsbereiten Rüden oft nicht aufhalten.

Einige Rüden leiden geradezu. Sie heulen und jaulen nach ihrer Liebsten, und zwar gerne auch mal mitten in der Nacht. Sie markieren mehr und zeigen häufiger Imponiergehabe. Einigen verschlägt es sogar den Appetit für eine Weile, während andere richtig unruhig werden und pausenlos hin und her tigern. Es gibt aber auch Rüden, denen werden Sie kaum etwas anmerken.


Was ist dran? – Vorurteile gegenüber dem Rhodesian Ridgeback

1. Der Rhodesian Ridgeback hat einen ausgeprägten Jagdtrieb

Es gibt in der Tat Rassevertreter, die sind beim Anblick von Wild kaum noch zu bremsen und werden sehr aufgeregt. Allerdings ist es möglich, diesen Jagdtrieb zu kontrollieren, oder besser noch umzulenken. Bei der Rettungshundearbeit beispielsweise wird sich der Jagdtrieb des Ridgebacks zunutze gemacht und der Vierbeiner “jagt” dem Geruch des Menschen nach. Ähnliches gilt beim Mantrailing oder verschiedenen Formen der Fährtenarbeit.

Rhodesian Ridgeback als Jagdhund
Rhodesian Ridgeback als Jagdhund

Einige Rhodesian Ridgebacks hingegen lässt der Anblick von Wild völlig kalt oder sie sind wenig ehrgeizig, selbst, wenn sie sich für den Anblick einer Beute interessieren oder kurz ihre Fährte aufnehmen. Vorsicht ist jedoch immer geboten. Ein junger Ridgeback, der nie Jagdtrieb gezeigt hat, kann sich dennoch plötzlich auf seine Wurzeln besinnen und überraschend zeigen, wofür so ein imposanter Rhodesian Ridgback einmal gedacht war. Vielleicht hetzt er keinen Löwen, aber ein Kaninchen tut es für den Anfang ja auch.

2. Der Rhodesian Ridgeback ist schwer erziehbar

Der Rhodesian Ridgeback arbeitet gerne mit seinem Menschen zusammen. Dies war schon damals während der Jagd zwingend nötig, musste der Hund sich doch vollkommen auf den Jäger verlassen können. Allerdings hetzte der Vierbeiner auch häufig mit anderen Artgenossen in der Meute, was ihm zum einen eine gute Kooperationsbereitschaft bescherte, zum anderen aber selbständiges Denken und Handeln abverlangte, bis die Jäger hinzukamen. So haben die heutigen Ridgebacks in der Tat teilweise einen Dickschädel, entscheiden gern selbst und besonders während der Pubertät schalten viele Junghunde mit Vergnügen auf Durchzug, wenn Herrchen oder Frauchen etwas von ihnen verlangen.

Ist der Rhodesian Ridgeback schwer erziehbar?
Ist der Rhodesian Ridgeback schwer erziehbar?

Hier sind Geduld und ein langer Atem gefragt. Ihr Vierbeiner wird Sie testen und Altbekanntes hin und wieder hinterfragen. Bleiben Sie konsequent und standhaft. Der Hund wird es Ihnen danken. Bedeutet es doch für ihn, dass immer noch alles beim Alten ist und er sich auf Sie verlassen kann. Sieht der Ridgeback jedoch keinen Sinn in einer Aufgabe, so kann er durchaus stur wie ein Esel werden. Lassen Sie sich nicht auf die Palme bringen und überzeugen Sie ihn liebevoll. Strenge, Härte und Gewalt werden Sie hingegen nicht weit bringen. So verlieren Sie sein Vertrauen und sehen ab sofort nur noch die kalte Schulter.

Im Großen und Ganzen ist der Ridgeback ein leichtführiger Hund. Hat er einen verlässlichen Partner, so arbeitet er bevorzugt mit diesem zusammen. Allerdings bedeutet leichtführig nicht, dass er leicht zu erziehen wäre, den “will to please” hat und seinem Herrchen gefallen möchte. Bei seiner Erziehung ist Konsequenz unerlässlich, und bis Hund und Mensch ein eingespieltes Team werden, kann es eine Weile dauern.

3. Ridgebacks mit leberfarbener (brauner) Nase sind liebenswerter

Genauso wenig wie die Haar- oder Augenfarbe eines Menschen etwas über dessen Charakter oder Intelligenz aussagen, so sollten Sie auch dem Nasenschwamm des Ridgebacks keine Beachtung schenken, wenn Sie dessen Wesen ergründen möchten. Fragen Sie lieber den Züchter nach individuellen Eigenschaften, aber setzen Sie nicht gleich einen freundlichen Hund voraus, bloß weil die Nase leberfarben ist.

Vielleicht rührt dieses Vorurteil daher, dass ein Ridgeback mit braunem Nasenschwamm helle Augen besitzt und seltener einen dunklen Fang aufweist. Dies mag ihn für einige Außenstehende weniger bedrohlich wirken lassen.

4. Der Ridgeback hat einen sechsten Sinn

Dieses Gerücht kommt nicht von ungefähr. In der Tat besitzt die Rasse ein feines Gespür für Gefahren und der Ridgeback kann neue Situationen oft blitzschnell einschätzen. Was nicht bedeutet, dass sein Urteil unbedingt richtig sein muss. Doch er lässt lieber Vorsicht walten und ist nicht nur Fremden, sondern auch Neuem gegenüber erstmal skeptisch, misstrauisch und zurückhaltend. Diese Eigenschaft war bei der Jagd überlebenswichtig. Darüber hinaus ist die Rasse ebenfalls äußerst sensibel in Bezug auf Gefühle und Stimmungsschwankungen seines Herrchens.


Wie lange lebt ein Rhodesian Ridgeback?

Mit etwas Glück und bei artgerechter Haltung hat der Rhodesian Ridgeback eine Lebenserwartung von 10-12 Jahren. Wer die Bedürfnisse der Rasse erfüllen kann und für eine gute medizinische Versorgung sorgt, der wird sicherlich lange Freude an seinem Löwenjäger haben.

Natürlich gibt es leider keinerlei Garantie, dass der Hund diese Lebensspanne auch erreicht. Erkrankungen, wie beispielsweise erblich bedingte Krankheiten, können das Leben des Ridgebacks durchaus verkürzen. Das Risiko lässt sich jedoch oft ganz einfach minimieren, indem Sie nur bei einem seriösen Züchter kaufen, der seine Hunde regelmäßig tiermedizinisch untersuchen lässt und nur absolut gesunde Vierbeiner für die Zucht verwendet.

Denn der Ridgeback gilt eigentlich als sehr robuste und wenig krankheitsanfällige Rasse. Leider hat seine wachsende Beliebtheit jedoch dazu geführt, dass auch verstärkt Vermehrer Ridgeback-Welpen “produzieren”, was sich natürlich in den allermeisten Fällen nachteilig auf die Gesundheit der Tiere auswirkt.


Kurzer FCI Rassestandard

  • FCI Standard Nr. 146
  • Gruppe 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
  • Sektion 3: Verwandte Rassen
  • Ohne Arbeitsprüfung

Allgemeines Erscheinungsbild:

  • muskulös und wendig
  • symmetrisch im Profil
  • Rückenkamm (Ridge) als Rassemerkmal
  • Wichtig sind Ausdauer, Beweglichkeit, Gesundheit und Eleganz
Rassestandard Rhodesian Ridgeback
Portrait Rhodesian Ridgeback

Verhalten und Wesen:

  • Fremden gegenüber zurückhaltend
  • keine Scheu
  • ohne Aggressivität
  • intelligent und würdevoll

Haarkleid und Farben:

  • kurz und dicht
  • glatt und glänzend
  • Hellweizenfarben bis rotweizenfarben
  • Weiß an Brust und Zehen erlaubt
  • Dunkler Fang erlaubt
  • Schwarze Nase sollte mit dunklen Augen, braune Nase sollte mit bernsteinfarbenen Augen gepaart sein

Was ist typisch für den Rhodesian Ridgeback? Kennen Sie einen Rhodesian Ridgeback? Bitte beschreiben Sie Ihren Hund und hinterlassen Sie bitte einen Kommentar!


10 Gedanken zu „Rhodesian Ridgeback Charakter und Wesen

  1. Das, was hier beschrieben ist, kann ich zu 100 Prozent bestätigen. Wir haben zwei Hündinnen( 8,5 Jahre und 15 Monate, nicht verwand) die sich prächtig verstehen. Es sind die tollsten Hunde der Welt!!!!!!!!!!!!!!!!

  2. Auch ich kann alles hier nur bestätigen. Unser Richy ist ein fantastischer Hund. Er ist jetzt ein Jahr alt und wir kommen super miteinander aus. Natürlich braucht er eine konsequente Erziehung ohne übertriebene Stränge.
    Wir möchten ihn nicht mehr missen.

  3. Ich hatte bisher 18 Jahre lang 2 BGS Hündinen- super tolle Rasse und geniale Familienmitglieder. Seit 4 Monaten” unterstütze ” ich meinen Nachbarn bei seinem 3 jährigem Ridgeback- Radtouren und Erziehung! Traumhund- Power pur. Macht riesig Spaß und ist die ideale Fitness für Mensch und Tier !! Aber auf keinen Fall für Hundeanfänger geeignet, da viel tägliche Diziplin ein ” Muss” ist!!!!!

  4. Ich bin mit Hunden großgeworden, war später mit meinem Hund (ein Schäferhund) in der Hundeschule, habe ihn zum Begleithund ausgebildet und mit ihm auch einen Pokal gewonnen. Danach hatten wir einen Golden Retriever/Australian Shepherd/Mix und für den war alles Gesetz, was ich sagte oder auch nur andeutete. Danach wollten wir wieder einen Welpen, aber mein Mann erkrankte an Krebs und uns war klar, dass ein junger Hund zu kurz käme. Als mein Mann im Sterben lag, gab er mir den Auftrag, bald einen Hund zu kaufen, damit ich nicht so alleine sein muss. Und so kam ich zu Asim. Ich wusste nicht viel über die Rasse. schon gar nicht, dass RRs anders sind. Allerdings hat unsere Tierärztin ein RR-Paar und mir versichert, dass ich das hinbekomme. Es war anfangs nicht einfach, weil ich wochenlang wie durch Watte ging und dazu ein Infekt den anderen ablöste. Ich hatte dem Hundchen gegenüber oft ein schlechtes Gewissen. Aber Asim holte mich immer wieder aus meinem schwarzen Loch heraus und ins reale Leben zurück. Die Erziehung/Ausbildung zu meinem Begleithund ist etwas anders, als diese bei den früheren Hunden war. Ich war mit ihm auf dem Hundeplatz, aber wir wurde sofort klar, dass der Drill bei den Schäferhunden für Asim nicht funktionieren wird. Und so passte ich nach und nach die Ausbildung gefühlsmäßig an. Erst viel später habe ich darüber gelesen und erfahren, dass dies für einen RR die richtige Umgangsart ist. Damit haben sich auch meine Zweifel verflüchtigt, etwas falsch zu machen, eben weil ich nun weiß, dass ein RR nicht wie ein Schäferhund nach einem Jahr fertig ist. Ich wusste auch nicht, dass es Hunde gibt, die tatsächlich eine Winterjacke brauchen. Aber das lernt man schnell – spätestens wenn der Kleine morgens raus soll und in der Tür steckensteif stehen bleibt und seinem Gesicht deutlich anzusehen ist: Da geh ich nicht raus! Inzwischen ist Asim 17 Monate alt, ca. 71 cm groß und wiegt 50 kg. Er geht fast überall mit mir hin – egal ob zur Bank, zum Essen, zu Freunden, zu Geburtstagsfeiern oder zur Arbeit (Weinberge). Meine Freunde und Bekannte wissen, dass ohne Hund nichts läuft. Wenn es die Situation verlangt, kann er stundenlang ruhig neben mir sitzen. Manchmal ist er eine kleine Mimose, aber auch ein großer Schmusekater. Nie zuvor habe ich erlebt, dass ein Hund einem so verliebt um die Beine streicht (wir hatten bis Ende letzten Jahres einen Kater – ich weiß, wovon ich rede) man sollte jedoch aufpassen, dass man dabei einen guten Stand hat. Er tollt gerne mit anderen Hunden, ob im Garten oder auch im Freien beim Gassiegehen, ist freundlich und nicht im Geringsten aggressiv, Fremden gegenüber vorsichtig-zurückhaltend, wobei seit einiger Zeit durchaus auch ein Knurren zu hören sein kann, wenn diese zu schnell ins Haus wollen (da geht es meist um Gäste meiner erwachsenen Kinder) – das allerdings endet sofort, wenn ich die offizielle Vorstellung abgeschlossen habe. Wenn er sich nicht sicher ist, wer da unter Hut und Mantel versteckt ist, gibt er ein trockenes “Husten” von sich, das sich wie abgehacktes hu-hu anhört. Meine Freunde, die er ja von klein auf kennt, begrüßt er mit geradezu überschwänglichen Freude. Wir ziehen mit riesigem Spaß mit dem Fahrrad los. Auch hier habe ich verschiedene Methoden ausprobiert, um meinen anfangs sehr schreckhaften Hund neben mir zu halten. Und sobald wir außer Ort sind, kann er eh von der Leine und wir geben Vollgas. Asim bleibt noch nicht so gerne alleine daheim und bisher neigte er dazu, die Haustür aufzufressen, bis ich dazu überging nur die Fliegentür zu schließen und die mit Hundedurchgang versehen habe. So kann er in Hof und Garten und ganz ehrlich: gibt es was schöneres als heimzukommen und direkt am Hoftor mit Pfoten auf den Schultern und Knabbern am Ohrläppchen begrüßt zu werden? Ja; ein RR ist anders als andere Hunde! Und JA; Asim ist der beste Hund, der mir unter diesen Umständen passieren konnte!

    1. Toller Bericht…!! Schön, dass Sie den Auftrag Ihres Mannes befolgt haben…Alles Gute und ein langes und schönes Leben!! Gruss Micha

    2. Das stimmt genau. Ich habe seit 4 Wochen. Einen RR . Auch mein Mann ist Ende Januar an Krebs verstorben. Das ist mein Therapie Hund. Obwohl er erst 12 Wochen alt ist merkt das energiebündel sofort, wenn ich traurig bin,kommt er an und kuschelt. Das kenne ich nicht. Hatte früher Schäferhunde und Malinos. Hundesport .

  5. Ich habe übrigens auch seit 6 Monaten ein RR Mädchen, dazu noch zwei Pointer Mädels und zwei Kätzchen. Meine Pointer sind mega gehorsam…unsere Emma (RR) leider noch nicht so ganz. Draussen hört sie manchmal garnicht…das wird noch ein weiter Weg…Auf alle Fälle hat sie ein tolles Wesen und wir sind ALLE sehr froh, sie in unserem Rudel zu haben!!

  6. Es gibt keinen besseren Begleiter unser ridgebeck hat michüber die schwere kra nkheit meines Mannes hinweggeholfen er ist immer freundlich süchtig kleinen Hunden ichbin sehr froh einen solchen Hundezuchten haben er ist leider schon 8 Jahre und ich hoffe er wird noch sehr alt

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