Rhodesian Ridgeback in Not

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Wieso gerät ein Rhodesian Ridgback in Not?

Es gibt viele Gründe, warum ein Hund ausgesetzt, abgegeben oder wieder verkauft wird. Sei es durch ungünstige Umstände, persönliche Gründe oder aus der Not heraus. Den Vierbeiner trifft eigentlich nie die Schuld, wenn er sein Zuhause verliert und plötzlich zum Notfall wird. Auf jeden Fall gilt es diesen Umstand so schnell wie möglich zu beseitigen, damit der Ridgeback rasch wieder ein sicheres und liebevolles Zuhause findet.

Rhodesian Ridgeback in Not
Es gibt viele Gründe warum ein Rhodesian Ridgeback in Not gerät. Nicht immer ist der Hund oder der Hundehalter die Ursache!

Die häufigsten Gründe, warum der Rhodesian Ridgeback in Not gerät, sind Folgende:

Möglicher Grund: Tierhaarallergie

Vor dem Hundekauf können sich alle Familienmitglieder beim Hautarzt auf eine Allergie testen lassen. Allerdings entstehen Allergien manchmal erst später im Leben, sodass der Hund noch nach vielen Jahren plötzlich zu einem gesundheitlichen Problem werden kann.

Es gibt zwar die Möglichkeit sich Desensibilisieren zu lassen, jedoch dauert dieser Prozess mehrere Wochen bis Monate und ist nicht immer von Erfolgt gekrönt. Darum kann eine Tierhaarallergie durchaus ein Abgabegrund sein.

Mädchen beim Allergietest
Eine Hundeallergie kann der Grund sein warum der Rhodesian Ridgeback abgegeben werden muss.

Möglicher Grund: Berufliche Veränderungen

Auch Hundehalter, die Vollzeit arbeiten gehen, schaffen es oft Beruf und Vierbeiner zu vereinen. Sie müssen eben kreativ sein, Opfer bringen, in den Pausen nach Hause fahren, Hilfe von Freunden oder Dienste eines Hundesitter in Anspruch nehmen und sich nach Feierabend und am Wochenende besonders intensiv mit dem Ridgeback beschäftigen.

Doch Bedingungen können sich ändern und die Hundehaltung erheblich erschweren:

  • Sie werden arbeitslos
  • Müssen beruflich plötzlich oft verreisen
  • Die Anfahrt zum neuen Job dauert viel länger und Sie können zwischendurch nicht nach Hause fahren
  • Schichtdienst
  • Längere Arbeitszeiten

Alles Gründe, warum Sie womöglich nicht mehr ausreichend Zeit oder Geld für den Rhodesian Ridgeback haben. Die Entscheidung den Hund abzugeben erfolgt in solch einem Fall eher zum Wohle des Hundes und einer artgerechten Haltung, die er verdient.

Möglicher Grund: Scheidung oder Trennung der Besitzer

Rhodesian Ridgeback gerät in Not durch Scheidung
Rhodesian Ridgeback gerät in Not durch Scheidung

Wurde der Ridgeback gemeinsam angeschafft und steht nun eine Trennung ins Haus, so kann oder will manchmal niemand den Hund nehmen.

Vielleicht sind die finanziellen, räumlichen oder zeitlichen Umstände mit der Haltung nicht mehr vereinbar.

Oder der Rhodesian Ridgeback ist eine traurige Erinnerung an die gescheiterte Beziehung, die es hinter sich zu lassen gilt.

Egal, was die Gründe sind. Der Vierbeiner ist sicherlich der Leidtragende und kann nichts dafür, jetzt in Not zu sein.

Möglicher Grund: Auswanderung

Wer ins Ausland auswandern will, kann den Hund meist ohne Probleme mitnehmen, wenn einige Vorkehrungen getroffen und Einreisebestimmungen beachtet werden. Es kann jedoch sein, dass die Umstände am neuen Lebensort für den Ridgeback äußerst ungünstig sind, das Klima völlig ungeeignet oder der Hund zu alt für die beschwerliche Reise dorthin ist.

Umso trauriger, wenn das geliebte Haustier zurückgelassen wird. Die Trennung, besonders im Alter, ist für den Hund nur schwer zu verkraften. Bleibt zu hoffen, dass er nicht lange ein Notfall Rhodesian Ridgeback bleiben muss.

Möglicher Grund: Todesfall

Todesanzeige
Durch einen Todesfall kommen manchmal Rhodesian Ridgebacks ins Tierheim

Es kommt durchaus vor, das ein Hund Herrchen oder Frauchen überlebt, was sehr traumatisch für den Vierbeiner sein kann.

Gibt es keine Hinterbliebenen, so landet der Rhodesian Ridgeback bei einer Tierschutzorganisation oder im Tierheim.

Möglich ist auch, dass sich Freunde und Verwandte des Toten nicht um den Hund kümmern möchten oder können.

Möglicher Grund: Hundehaltung nicht erlaubt

Wer bisher einen Rhodesian Ridgeback halten konnte, hat sichergestellt, dass ein Vierbeiner in der Unterkunft erlaubt und gern gesehen war. Wer nun umzieht, sollte sich natürlich wieder nach einer hundefreundlichen Bleibe umsehen.

Doch was, wenn sich noch mehr geändert hat und die finanziellen Mittel einen artgerechten Lebensraum für den Hund nicht mehr zulassen? Wenn eine Scheidung im Spiel ist oder plötzliche Arbeitslosigkeit?

Einen Ridgeback in einer kleinen Mietwohnung zu halten ist nicht optimal und zum Wohle des Hundes wird sich vielleicht zu einer Abgabe durchgerungen.

Möglicher Grund: Streuner aus dem Ausland und ausgesetzte Haustiere

Auch wenn auf deutschen Straßen nur sehr selten herrenlose Hunde gesichtet werden, so gibt es dennoch zuhauf ausgesetzte, ungewollte und abgegebene Hunde in Tierheimen, auf privaten Pflegeplätzen oder in Auffangstationen für Rhodesian Ridgebacks. Auch im Ausland warten viele (reinrassige) Hunde auf ein liebevolles Zuhause. Sie leben auf der Straße oder sind in völlig überfüllten Tierheimen oder Tötungsstationen untergebracht. Oft warten die Tiere vergebens auf ein schönes Plätzchen.

Bevor Sie also überlegen einen Hund beim Züchter zu kaufen, könnte sich ein Blick auf die Notfelle im In- und Ausland durchaus lohnen. Hunde aus dem Mittelmeerraum können problemlos per Flugpate nach Deutschland gebracht werden, sofern sich ein Interessent findet oder jemand bereit ist, dem Ridgeback eine Pflegestelle zu bieten. Damit hätte der Vierbeiner erst mal einen festen Platz, bis er schließlich für immer vermittelt wird.

Rhodesian Ridgeback aus dem Tierheim
Helfen Sie einem Rhodesian Ridgeback aus dem Tierheim

Möglicher Grund: Besitzer sind überfordert mit dem Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback hat in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit zugelegt. Viele kaufen den schönen Hund mit dem markanten Ridge, ohne sich vorher über die Besonderheiten der Rasse zu informieren oder sich über die Verantwortung im Klaren zu sein. Sie hören vom kinderlieben und sanften Löwenjäger aus Afrika und holen den Ridgeback als Bereicherung für ihre Familie.

Allerdings ist der Rhodesian Ridgeback ein Arbeitshund und bracht Beschäftigung, konsequente Führung, eine gute Sozialisierung und eine mehr als solide Erziehung. Dann, und nur dann, ist er ein fantastischer Begleiter, der problemlos mit Kindern in einem Haushalt leben kann und überall gern gesehen ist. Darum gehört diese Rasse auch unbedingt in hundeerfahrene Hände. Oder zumindest zu solchen Menschen, die mithilfe von Hundeschule und Trainer gemeinsam mit ihrem Vierbeiner lernen möchten und gewillt sind, auf die Bedürfnisse des Ridgebacks einzugehen.

Wer es mit Training und Erziehung hingegen nicht so genau nimmt, zieht sich einen Problemhund heran, den es später nur schwer zu bändigen gilt. Darum gibt es beispielsweise auch besonders viele junge Rüden, die zum Notfall werden. Denn gerade in der Pubertät ist eine gute Führung unerlässlich. Der Ridgeback braucht allerdings auch sonst einen ruhigen und bestimmten Besitzer mit viel Konsequenz aber ohne Härte. Hat er keinen kompetenten Rudelführer, wird er selbst versuchen diese Position einzunehmen oder er wird zu einem sehr unsicheren Hund.

Auch mangelnde Beschäftigung (geistig wie körperlich) führt zu unangenehmen Begleiterscheinungen. Der Rhodesian Ridgeback wird sich in diesem Fall selbst eine Aufgabe suchen, wie andauerndes Kläffen, Zerstörungswut, Aggression gegenüber Artgenossen, Beschützerinstinkt, an der Leine ziehen usw. Solche Unarten sind später nur schwer wieder abzuerziehen und viele Halter sind schlichtweg überfordert. Dabei sind die Probleme allesamt hausgemacht und hätten vermieden werden können.

Doch nicht nur eine unzureichende Erziehung und mangelnde Beschäftigung begünstigen Probleme. Ebenso fatal sind:

  • Vernachlässigung,
  • nicht artgerechte Haltung
  • Vereinsamung (z.B. Zwingerhaltung)
  • unnötige Strafe und Härte
  • kein Familienanschluss

Überforderungen entstehen jedoch nicht nur durch Unarten und Verhaltensstörungen des Hundes. Manchmal werden Hunde auch aus folgenden Gründen abgegeben oder verkauft:

  • Finanzielle Kosten für die Hundehaltung wurden unterschätzt
  • Beruf und Hund lassen sich nicht (mehr) vereinbaren
  • Überforderung mit dem zeitlichen Pensum, das der Hund braucht (für Ausbildung, Spiel, Gassigehen, Pflege usw.)
  • Familienleben und Hund unter einen Hund zu bringen gestaltet sich schwierig
  • Die Hundehaltung wird plötzlich unmöglich oder zu stressig wegen schwerer Krankheit, Arbeitslosigkeit etc.
  • Der Ridgeback wird lästig, weil er alt ist oder krank, Verhaltensstörungen aufweist, mehr Pflege benötigt usw.
Überforderung: ein weiterer Grund warum der Rhodesian Ridgeback in Not gerät
Überforderung: ein weiterer Grund warum der Rhodesian Ridgeback in Not gerät

Ich muss meinen Rhodesian Ridgeback abgeben – Was sollte ich tun?

Warum auch immer Sie Ihren Hund abgeben wollen oder müssen: Bitte tun Sie es auf eine faire Art und Weise. Den Rhodesian Ridgeback einfach auszusetzen oder irgendwo anzubinden ist grausam, kaltherzig und sehr traumatisch für den Hund. Er versteht die Welt nicht mehr und wird vielleicht nie gefunden, wenn er an einer entlegenen Ecke “entsorgt” wurde. Ein schrecklicher, qualvoller und einsamer Tod.

Vor dem Tierheim in einer Nacht-und-Nebel-Aktion anbinden ist ebenfalls gemein. Der Ridgeback muss dort viele Stunden ausharren, bis Mitarbeiter kommen, vielleicht ist es kalt oder regnet. Außerdem ist es total unnötig, denn Sie können den Hund auch einfach ganz legal dort abgeben und es muss Ihnen auch gar nicht peinlich sein. Sie zahlen lediglich einen Unkostenbeitrag. Der entscheidende Vorteil aber: Sie können dem Personal etwas über den Rhodesian Ridgeback erzählen, seinen Impfpass und Papiere dort abgeben, sein Alter und seinen Namen verraten usw. So können die Mitarbeiter den Hund besser einschätzen und betreuen und ihn bestimmt auch schneller wieder vermitteln. Was bestimmt auch in Ihrem Interesse ist.

Suchen Sie selbst ein neues Zuhause für Ihren Rhodesian Ridgeback

Wer seinen Vierbeiner liebt, dem fällt es sicherlich sehr schwer, ihn abzugeben. Besonders, wenn er bereits mehrere Jahre treu an Ihrer Seite war. Falls es jedoch nicht anders geht, so sollte das Tierheim allerdings der letzte Ausweg sein. Inserieren Sie eine Kleinanzeige oder fragen Sie in Rhodesian Ridgeback Foren nach, um Ihrem Hund ein schönes neues Zuhause zu schenken, mit lieben und verantwortungsvollen neuen Besitzern.

Sie können sich auch an Internetseiten wenden, die sich dem Rhodesian Ridgeback in Not verschrieben haben und dort um Hilfe bitten. Auch Tierheim, Hundeschule oder Tierarztpraxen helfen Ihnen bei der Vermittlung gerne weiter, z.B. durch einen Aushang. So kann der Ridgeback bis zur Abgabe noch ein wenig länger bei Ihnen im gewohnten Umfeld wohnen und muss nicht in einem stressigen Tierheim auf eine zweite Chance warten.

Rhodesian Ridgeback in Not sucht ein neues Zuhause
Rhodesian Ridgeback in Not sucht ein neues Zuhause

Woher bekomme ich einen Rhodesian Ridgeback in Not?

Dies hängt häufig davon ab, warum der Ridgeback angegeben wird. Wird er aus privaten Gründen verkauft, so finden Sie häufig Kleinanzeigen in lokalen Zeitschriften oder im Internet, die den Hund anbieten. Wer den Rhodesian Ridgeback nämlich schweren Herzens abgibt, weil beispielsweise eine Allergie vorliegt oder aus beruflichen Gründen dem Vierbeiner nicht mehr gerecht werden kann, wird selbst ein gutes und liebevolles Zuhause für seinen Vierbeiner suchen und den Hund nur im Notfall an ein Tierheim geben.

Womit wir bei der nächsten Anlaufstelle wären. Die Tierheime sind voll mit Rassehunden und Mischlingen. Sicherlich ist auch der ein oder andere Ridgeback oder Ridgeback-Mischling darunter. Vielleicht müssen Sie jedoch ein wenig suchen und eventuell einen weiteren Anfahrtsweg in Kauf nehmen.

Die Tierheimleitung verlangt dabei häufig, dass sich Hund und Interessent bei mehreren Besuchen ausgiebig beschnuppern und kennenlernen, ehe der Ridgeback in sein neues Zuhause ziehen darf. Darüber hinaus werden Ihnen viele Fragen gestellt, um sicherzustellen, dass Sie kompetent genug sind für die Rasse und den Hund artgerecht halten können. Hin und wieder wird auch ein Mitarbeiter losgeschickt, der sich von den Wohnverhältnissen bei Ihnen selbst ein Bild macht. Dieser Kontrollbesuch erfolgt oft unangekündigt. All dies dient nur zum Schutz des Hundes, denn der soll natürlich ein für allemal vermittelt werden und ein dauerhaftes, liebevolles und endgültiges Zuhause bekommen.

Ähnliche Kontrollen werden auch von anderen Tierschutzvereinen durchgeführt. So gibt es auch durchaus Vereine, die sich speziell solcher Notfallhunde annehmen und diese vermitteln. Für den Rhodesian Ridgeback sind dies beispielsweise:

Die hier präsentierten Hunde leben oft auf Pflegestellen und sind Notfelle aus den unterschiedlichsten Gründen und brauchen unbedingt erfahrene Halter, die den Vierbeinern Sicherheit geben und mit ihnen arbeiten wollen. Nicht wenige von ihnen haben nämlich Nachholbedarf, was die Erziehung angeht oder brauchen Training, um Unarten loszuwerden.

Eine letzte Möglichkeit wäre, bei Rhodesian Ridgeback Züchtern nachzufragen. Gibt es mit einem von Ihnen verkauften Hund später Probleme, so sind die meisten Züchter bereit, den Ridgeback zurückzunehmen. Sei es, weil Herrchen verstorben ist, die Besitzer überfordert sind oder aus anderen Gründen. Sie kümmern sich um den Vierbeiner, bis er wieder in gute Hände vermittelt werden kann.


Rhodesian Ridgeback zu verschenken?

Wer denkt, nur weil er bereit ist, einen Notfall Rhodesian Ridgeback bei sich aufzunehmen, muss nichts bezahlen, der irrt gewaltig. Ihre Absichten in allen Ehren, aber guter Wille allein deckt nicht die Unkosten, welche Tierheime und Vereine aufbringen müssen, um den Ridgeback zu versorgen und ihm ein schönes warmes Plätzchen zu bieten. Außerdem ist die Schutzgebühr bei den meisten Tierheimen ohnehin schon recht niedrig angesetzt.

Darüber hinaus soll natürlich sichergestellt werden, dass die Interessenten sich die Hundehaltung auch leisten können. Wer nur auf der Suche nach einem billigen Rhodesian Ridgeback ist und den regulären Kaufpreis oder die Schutzgebühr nicht aufbringen kann, der kann sich Tierarztbesuche, Impfungen, Futter und weitere laufende Kosten sicherlich ebenfalls nicht wirklich leisten. Ein mehr als schlechter Start für den Rhodesian Ridgeback.

Um zu vermeiden, dass “Züchter” von Wühltischwelpen einen Rhodesian Ridgeback in Not billig adoptieren und anschließend mit ihm züchten, sind die meisten Hunde aus dem Tierschutz (egal ob In- oder Ausland) meistens kastriert oder haben im Schutzvertrag eine entsprechende Klausel stehen, falls der Vierbeiner noch zu jung für den Eingriff ist. Solch ein Vertrag regelt auch, was mit dem Ridgeback geschieht, wenn er in seinem neuen Zuhause nicht bleiben kann. Bei Zuwiderhandlung drohen Strafen.

In ganz seltenen Fällen werden Sie trotzdem einen Rhodesian Ridgeback geschenkt bekommen. Nämlich immer dann, wenn Sie ihm ein hervorragendes Zuhause bieten können und seine ehemaligen Besitzer Ihren Schützling lieber in guten Händen wissen, als auf einen Kaufpreis zu bestehen. Dies bleibt jedoch die große Ausnahme und es wird in den meisten Fällen zumindest auf eine Schutzgebühr bestanden werden.


Bekomme ich Informationen zur Vorgeschichte eines Notfall Rhodesian Ridgebacks?

Bei Streunern aus dem Ausland oder ausgesetzten Hunden gibt es häufig keinerlei Informationen zu deren Alter, Vorgeschichte oder Ausbildungsstand. Tierheimpersonal oder Pflegestellen lernen den Hund jedoch mit der Zeit kennen und können ihn immer besser einschätzen. Dazu kann der Tierarzt sicherlich etwas zu Gesundheit und Alter des Tieres sagen. Wurde der Hund von seinen Besitzern im Heim abgegeben, so gibt es selbstverständlich eine Menge hilfreiche Infos. Vorausgesetzt, es wurde nichts verschwiegen.

Junge Frau denkt daran sich einen Hund in Not zu kaufen
Junge Frau denkt daran sich einen Hund in Not zu kaufen

Einen Vorteil haben natürlich die privaten Pflegestellen: Hier lebt der Rhodesian Ridgeback in einem familiären Umfeld, manchmal mit Kindern, Artgenossen oder anderen Tieren und der Vierbeiner kann viel besser beurteilt werden. Hier erhalten Sie mit Sicherheit Auskunft über Verträglichkeit, Grundgehorsam, Eigenheiten, Unarten, Kinderfreundlichkeit usw. Außerdem verhalten sich Hunde in der stressigen Tierheimatmosphäre oft anders, als in einem ruhigen Zuhause.

Wird Ihnen der Rhodesian Ridgeback von privat vermittelt, so erhalten Sie natürlich neben zahlreichen Informationen auch Papiere, Impfbuch und womöglich noch reichlich Zubehör. Doch auch hier sind diese Auskünfte mit Vorsicht zu genießen. Womöglich verschweigt man einige relevante Details oder redet sie schön.

Trotzdem bleibt zu sagen, dass über die Vorgeschichte vieler Notfall Ridgebacks eben nichts bekannt ist. Was sie erlebt und durchgemacht haben, kann oftmals nur erahnt werden. Viel Einfühlungsvermögen und Hundeverstand sind gefragt. Ein Grund mehr, warum erfahrene Halter sich einem Rhodesian Ridgeback in Not annehmen sollten.


Gibt es Probleme, mit denen ich bei einem Notfall-Hund rechnen muss?

Machen wir uns nichts vor. Es wird sicherlich Probleme mit einem Notfallhund geben. Diese können jedoch unterschiedlich groß oder klein sein.

Ein Rhodesian Ridgeback, der aus der Not heraus seiner gewohnten Umgebung entrissen und von seinem Rudel getrennt wird, ist sicherlich traurig, ängstlich oder traumatisiert. Hat er jedoch in seinem alten Zuhause gute Erfahrungen gemacht und war ein geliebtes Haustier, so ist er sicherlich gut erzogen und normalerweise ausgeglichen. Er muss sich allerdings an Sie und ein völlig neues Umfeld erst mal gewöhnen, was eine Weile dauern kann. Hinzu kommt die angeborene Skepsis der Rasse gegenüber Fremden. Doch mit viel Liebe und Geduld taut der Hund sicherlich schnell auf.

Anders bei Vierbeinern, über die wenig bekannt ist oder die Schlimmes durchmachen mussten. Sie könnten aggressiv sein, bissig oder total scheu. Ihre Erfahrungen mit Menschen waren nicht die besten und vielleicht wurden sie misshandelt, nicht artgerecht gehalten oder waren auf der Straße auf sich allein gestellt. Hier ist es mit Liebe und Einfühlungsvermögen nicht getan. Es steht Ihnen und dem Hund harte Arbeit bevor.

Bissiger Hund Rhodesian Ridgeback aus dem Tierheim
Meistens ist ein Rhodesian Ridgeback in Not kein Problemhund. – Es kann aber schon mal ein hartes Stück Arbeit werden.

Sie sollten Hilfe bei einem Trainer oder einer Hundeschule suchen. Vertrauen aufzubauen, den Ridgeback ordentlich zu sozialisieren, Unarten abzutrainieren und ihn zu erziehen kann lange dauern. Eine gute Portion Vorsicht ist ebenfalls angeraten, da Sie erst lernen müssen, den Hund einzuschätzen. Dabei gilt es sich immer vor Augen zu führen, dass der Hund nichts dafür kann, dass er ist, wie er ist. Verhaltensweisen werden antrainiert oder resultieren aus Erfahrungen, welche der Vierbeiner gemacht hat.

Bei Rhodesian Ridgebacks aus dem Ausland mangelt es zudem häufig an den einfachsten Grundregeln. Sie kennen das Zusammenleben mit Menschen nicht und hatten noch nie ein Dach über dem Kopf. Stubenreinheit, Leinenführigkeit, Grundkommandos … all das und mehr muss erst gelernt werden. Mit der Ausbildung beginnen jedoch immer schon die Pflegestellen, sodass ein Anfang zumindest gemacht ist.

Seelische Probleme, Verhaltensauffälligkeiten und mangelnde Erziehung sind jedoch oft noch nicht alles. Auch die Gesundheit kann angeschlagen sein: Parasiten, Über- oder Untergewicht, Wunden, Krankheiten, Fellprobleme, Lahmheit oder Ähnliches gilt es zunächst auszukurieren, ehe der Rhodesian Ridgeback in Not vermittelt werden kann.


Warum sollte ich einen Rhodesian Ridgeback in Not eine Chance geben?

Verdienen wir nicht alle eine zweite Chance? Insbesondere, wenn wir völlig unverschuldet in Not geraten sind? Warum also nicht auch der Rhodesian Ridgeback? Ein Leben im Tierheim ist im besten Fall immer nur eine Not- bzw. Übergangslösung und sollte kein Dauerzustand sein. Leider warten trotzdem viele Hunde dort Monate oder manchmal sogar Jahre auf einen lieben Menschen und ein warmes Zuhause. Einige warten sogar vergebens.

Dies ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass die meisten Hundebesitzer lieber einen Welpen kaufen und aufziehen möchten, als einen erwachsenen Vierbeiner bei sich aufzunehmen. Dabei hat ein ausgewachsener Rhodesian Ridgeback durchaus Vorteile. Mit etwas Glück ist er im Grundgehorsam erzogen, ist stubenrein und leinenführig. Vielleicht mag er Autofahrten und kann durchaus mal für ein paar Stunden alleine bleiben. Bei Welpen liegt es in Ihrer Hand, ob der kleine Ridgeback all dies lernt oder nicht.

Es lohnt sich auf jeden Fall immer herauszufinden, wieso solche Notfelle abgegeben werden. Ist es eine Allergie, Scheidung, Todesfall oder Ähnliches, so hatte der Hund bis jetzt vermutlich ein schönes Zuhause. Anders, wenn der Hund aus Überforderung abgegeben wurde. Hier könnte der Ridgeback durchaus einiges an Nachholbedarf haben, was Erziehung und Training angeht. Wer Hundeerfahrung hat und die Rasse liebt, wird diese Herausforderung aber sicherlich gerne annehmen. Damit es einen Rhodesian Ridgeback in Not weniger gibt.

 


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