Rhodesian Ridgeback Krankheiten / Erbkrankheiten


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Was tun wenn Ihr Rhodesian Ridgeback krank wird?

Genau wie wir Menschen bleibt auch der Rhodesian Ridgeback hin und wieder nicht von Krankheiten verschont. Doch nicht immer besteht gleich Grund zur Sorge. Einige Erkrankungen können durchaus zu Hause behandelt und erstmal beobachtet werden.

Manchmal besteht jedoch akuter Handlungsbedarf und es sollte nicht lange gezögert werden. Vorsicht ist auf jeden Fall besser als Nachsicht. Erst recht, wenn Sie unsicher sind oder es sich um einen Notfall handelt.

Bei Letzterem ist es gut, sich in Erste-Hilfe am Hund gut auszukennen und eine Notfallapotheke zu Hause zu haben.

Neben normalen Erkrankungen und Alterserscheinungen gibt es zudem noch rassetypische Krankheiten, die meist genetisch bedingt sind. Auch wenn eine gute Zuchtauslese solche Probleme eindämmen soll, können sie dennoch gelegentlich vorkommen.

Was sind typische Krankheiten beim Rhodesian Ridgeback?
Was sind typische Krankheiten beim Rhodesian Ridgeback?

Gibt es rassetypische Erbkrankheiten beim Rhodesian Ridgeback?

Erbkrankheiten werden über die DNA weitergegeben.
Erbkrankheiten werden über die DNA weitergegeben.

Wie bei den meisten anderen Rassen auch, sind genetische bedingte Krankheiten auch innerhalb der Rhodesian Ridgeback Zucht vertreten. Rassetypisch bedeutet dabei, das diverse Krankheitsbilder verstärkt bei dieser Rasse vorkommen.

Um Erbkrankheiten beim Nachwuchs jedoch weitestgehend auszuschließen, gibt es züchterische Bemühungen, die dem entgegenwirken sollen. Beispielsweise medizinische Untersuchungen vor Erteilung einer Zuchterlaubnis und besondere Sorgfalt bei der Verpaarung von Elterntieren. So kann das Risiko für einige Krankheiten auf ein Minimum reduziert werden.

Und nur, weil es rassetypische Krankheiten beim Ridgeback gibt, bedeutet dies noch lange nicht, dass jeder Rassevertreter auch an ihnen erkranken muss. Es ist vielmehr so, dass alle Rassehundezuchten häufig mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Hüft- und Ellbogendysplasie ist zum Beispiel ein weitverbreitetes Problem.

Häufig treten Erbkrankheiten übrigens bei Hunderassen auf, die gerade sehr in Mode sind. Dieser Umstand ist in diesen Fällen häufig den Vermehrern und ihrer sogenannten “Wühltischwelpen” geschuldet, die nur des schnellen Gewinns wegen produziert werden. Dabei gibt es keine tierärztliche Überwachung oder sorgfältige Zuchtauslese.

Welches sind die häufigsten Erbkrankheiten beim Rhodesian Ridgeback?

Hüftgelenksdysplasie

Bei HD ist das Hüftgelenk nicht normal entwickelt. Der Oberschenkelkopf gleitet nicht leicht und gleichmäßig in der Gelenkspfanne, sondern reibt und scheuert daran. Durch diese Missbildung kann das Hüftgelenk nicht einwandfrei funktionieren und der Hund hat je nach Ausprägung starke Schmerzen und lahmt unter Umständen auf einem oder sogar beiden Hinterläufen.

Hüftgelenksdysplasie ist angeboren, allerdings kann diese Erkrankung durch einige Umwelteinflüsse beeinträchtigt werden. Übermäßige Belastungen der Gelenke durch wildes Toben, Springen und Treppensteigen sollte darum in den ersten 18 Lebensmonaten möglichst vermeiden werden. Gleiches gilt für Leistungssport. Auch ein zu schnelles Wachstum kann HD begünstigen, zum Beispiel, wenn das Futter zu kalorienreich ist. Übergewichtige Hunde sollten darum besser abspecken und eine ausgewogene Ernährung erhalten.

Denn HD ist nicht heilbar und wird nur symptomatisch behandelt. Schmerzmittel sind dabei oft die Medikation der Wahl. Rhodesian Ridgebacks mit HD Grad C und höher sind für die Zucht nicht zugelassen.

Tierarzt Rhodesian Ridgeback
Tierarzt Rhodesian Ridgeback

Ellbogendysplasie

Diese Erkrankung kommt vor allem bei größeren Rassen vor, zu denen auch der Rhodesian Ridgeback zählt. Sie kann äußerst schmerzhaft für den Hund sein und entsteht oft durch das unnormale Wachsen von Gewebe, Zellen oder Knochen. Dadurch ist das Gelenk nur eingeschränkt beweglich. Ansonsten gelten ähnliche begünstigende Faktoren, wie bei der Hüftgelenksdysplasie.

Hunde mit ED sind nach längeren Ruhepausen oder Schläfchen meist sehr steif. Eine Schmerztherapie ist angebracht und ermöglicht dem betroffenen Hund häufig ein schönes, erfülltes und schmerzfreies Leben. Aufzuhalten ist ED jedoch nicht und das Gelenk wird mehr und mehr Verfallen und Verkümmern. Manchmal kann allerdings auch eine Operation helfen.

Degenerative Myelopathie

Zum Glück tritt diese genetische Erkrankung bei den Rhodesian Ridgebacks nur selten auf. Weitaus häufiger ist sie hingegen bei den Deutschen Schäferhunden anzutreffen. Unter Degenerativer Myelopathie werden dabei verschiedene neurologische Erkrankungen zusammengefasst, welche das Rückenmark zerstören. Daraus resultieren Bewegungsstörungen und Koordinationsprobleme der Hinterhand.

Häufig werden zu Beginn die Pfoten bzw. Hinterläufe ein wenig über den Boden nachgeschleift oder rutschen weg. Am Ende kommt es zu Lähmungen und der Ridgeback kann nicht mehr stehen oder gehen. Die Erkrankung tritt selten bei Junghunden auf, sondern eher bei den Senioren. Zum Glück ist sie schmerzlos, kann die Lebensqualität jedoch erheblich beeinträchtigen. Manchmal weitet sich die Degenerative Myelopathie auch auf die Vorderläufe aus.

Dem fortschreitenden Muskelschwund kann manchmal mit einer Bewegungstherapie entgegengewirkt werden. Die Verläufe von Degenerativer Myelopathie variieren zwischen 6 Monaten und mehreren Jahren. Mittels Bluttest kann eine DNA-Analyse die Diagnose untermauern.

Hämophilie B

Hierbei handelt es sich um eine unheilbare Blutgerinnungsstörung. Selbst kleinste Verletzungen können extrem bluten und es hört je nach Schweregrad (leicht, mittel, schwer) der Hämophilie nur sehr langsam oder gar nicht wieder auf. Besonders kritisch sind große Wunden oder Operationen beim Rhodesian Ridgeback. Hier sind Bluttransfusionen unbedingt nötig.

Verantwortlich für diese lebensbedrohliche Störung sind Genmutationen auf dem X-Chromosom, welche zu einer Verminderung des Blutgerinnungsfaktors IX führt. Rhodesian Ridgeback Rüden (Geschlechtschromosomen XY) leiden häufiger an Hämophilie B als Hündinnen (Geschlechtschromosomen XX), da Hündinnen ein betroffenes X-Chromosom durch ein Zweites gesundes ausgleichen können.

Osteochondrosis dissecans

Osteochondrosis dissecans (kurz OCD) tritt erstmalig bei Junghunden im Wachstum auf und ist eine Form der Arthrose. Beim Rhodesian Ridgeback ist meistens das Schultergelenk von OCD betroffen. Hier kommt es zu Rissen im Knorpel oder kleinen Ablösungen von Knorpelstückchen, die den Hund je nach Größe unterschiedlich stark beeinflussen können.

Ursache für Osteochondrosis dissecans ist ein gestörtes Knorpelwachstum. Dieser wächst unverhältnismäßig dick und kann aufgrund seiner Größe nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Zwar ist OCD beim Rhodesian Ridgeback meist erblich bedingt, allerdings gibt es Faktoren, die diese Krankheit zusätzlich beeinflussen. Starke Belastung des Gelenks in der Wachstumsphase beispielsweise, falsche Ernährung oder hormonelle Störungen.

Osteochondrosis dissecans wird medikamentös mit Schmerzmitteln und Entzündungshemmern behandelt und das Gelenk sollte so ruhig wie möglich gehalten werden, damit Risse ausheilen können. Ein strenger Ernährungsplan bzw. die Reduzierung von Übergewicht kann den Heilungsverlauf positiv unterstützen. In schweren Fällen kann jedoch eine Operation von Nöten sein, zum Beispiel um lose Knorpelstückchen zu entfernen.

Symmetrische Lupoide Onychodystrophie (SLO)

SLO ist eine Autoimmunkrankheit, welche die Krallen befällt und diese langsam zerstört. Ab einer gewissen Länge fallen sie schließlich einfach aus. Dieser Zyklus von Ausfallen und Nachwachsen wiederholt sich immer und immer wieder. Es kann nur eine Pfote oder sogar alle betroffen sein.

Zurzeit gibt es Bemühungen, dieser Krankheit des Rhodesian Ridgebacks auf den Grund zu gehen. Da erbliche Faktoren vermutet werden, soll ein Gentest entwickelt werden, der das Risiko einschätzen kann. Dazu laufen Forschungen am Institut für Genetik in Bern. Welche Rolle Umwelteinflüsse bei der Entstehung von Symmetrische Lupoide Onychodystrophie spielen, möchte hingegen die Medizinische Kleintierklinik München herausfinden.


Welche Krankheiten können die Lebenserwartung des Rhodesian Ridgebacks verringern?

Jede Erkrankung kann die Lebensqualität des Rhodesian Ridgebacks herabsetzten und seine Lebensdauer verringern. Insbesondere dann, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Aus einer Anfangs eher harmlosen Krankheit entwickeln sich so schnell chronische Leiden. Darum ist es enorm wichtig, frühzeitig zum Tierarzt zu gehen. Schließlich sind m Anfangsstadium einer Erkrankung die Erfolgsaussichten auf Heilung am besten. Selbst altersbedingte Wehwehchen können rechtzeitig erkannt und behandelt häufig abgemildert werden.

Negativ auf die Lebenserwartung wirken sich unter anderem folgende Umstände und Krankheiten aus:

  • Übergewicht
  • Erbkrankheiten
  • Bewegungsmangel
  • Allergien
  • Parasiten
  • Krebs und andere Tumore
  • Infektionskrankheiten (Darum besser impfen lassen!)
  • Nicht artgerechte oder unhygienische Haltungsbedingungen
  • Alterserkrankungen

Warum sollte ich tierärztliche Vorsorgetermine für den Rhodesian Ridgeback immer wahrnehmen?

Der junge Rhodesian Ridgeback wird dem Tierarzt in der Regel nur beim regelmäßigen Impfen vorgestellt, wenn er ansonsten gesund und fit ist. Außer der schützenden Injektion wird der Arzt sich auch den Allgemeinzustand des Hundes ansehen, ihn wiegen und kurz untersuchen. Was oft in ein paar Minuten erledigt ist, verschafft dem Veterinär einen guten Eindruck über das Allgemeinbefinden. Darüber hinaus wird er Sie noch nach Auffälligkeiten oder Besonderheiten befragen. Ein guter Zeitpunkt, um Ihre Sorgen und Beobachtungen mitzuteilen und zu diskutieren.

Der alte Rhodesian Ridgeback hingegen braucht mehr Aufmerksamkeit. Sowohl von Ihnen, als auch in tiermedizinischer Hinsicht. Darum bieten viele Praxen spezielle Seniorensprechstunden an, in denen der Hund gründlich untersucht wird. Dabei wird natürlich auch Augenmerk auf altersbedingte Krankheiten sowie rassetypische Erkrankungen gelegt. Früherkennung kann viel Leid verhindern und die Lebensspanne des geliebten Vierbeiners verlängern und seinen Lebensabend so angenehm und gesund wie möglich machen.


Wann muss ich mit meinem Rhodesian Ridgeback zum Tierarzt gehen?

Hunde gehören leider zu den Tieren, die erst sehr spät zeigen, wenn sie sich schlecht fühlen oder krank sind. Darum ist eine gute Beobachtungsgabe sehr wichtig. Allerdings entdecken Hundebesitzer in der Regel sehr schnell, wenn es ihrem Vierbeiner nicht gut geht und schließlich kennt niemand Ihren Rhodesian Ridgeback so gut, wie Sie.

Wann muss ich mit meinem Rhodesian Ridgeback zum Tierarzt?
Wann muss ich mit meinem Rhodesian Ridgeback zum Tierarzt?

Bei Auffälligkeiten sollte darum immer ein Tierarzt aufgesucht und um Rat gefragt werden. Erkennen Sie ein oder gar mehrere der folgenden Anzeichen bei Ihrem Ridgeback, ist ein Gang in die Praxis angeraten:

Verändertes Fress- oder Trinkverhalten

  • Futterverweigerung
  • Appetitlosigkeit
  • Frisst extrem viel, ohne an Gewicht zuzulegen
    Trinkt nicht
  • Vermehrter Durst

 

Ungewöhnliches Verhalten

  • Muskelzittern
  • Starkes Speicheln
  • Aggressives Verhalten
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Abgeschlagen und müde
  • Keine Lust auf Spaziergänge oder Spiele
  • Häufiges Kratzen oder Belecken von Fell, Pfoten, Ohren usw.
  • Auffälliges Hecheln
  • “Schlittenfahren”

Probleme bei Bewegung

  • Lahmen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Torkelnder Gang oder Koordinationsschwierigkeiten
  • Pfote oder Bein wird nicht belastet
  • Kopf wird schief gehalten
  • Lähmungen

Wie kann ich erste Krankheitsanzeichen beim Rhodesian Ridgeback schnell erkennen?

Es ist ganz einfach, täglich etwas für die Gesundheit des Vierbeiners zu tun. Und das Beste daran: Es dauert nur ein paar Minuten. Ein paar Kontrollen hier, etwas reinigen oder kürzen dort und schon können Sie beruhigt sein und der Ridgeback fühlt sich wohl.

Eine Früherkennung von Krankheiten oder Alterserscheinungen ist nämlich außerordentlich wichtig, um sich auf die Bedürfnisse des Hundes einzustellen und eine rasche Behandlung einzuleiten. Je eher ein Problem entdeckt wird, umso besser und schneller kann es behoben werden.

Darum führen Sie täglich kleine Checks durch und achten Sie unter anderem auf diese ersten Krankheitsanzeichen:

Augen

  • Ausfluss
  • Verklebungen
  • Gerötetes Auge
  • Getrübte Linse
  • Fremdkörper
  • Wunden

Nase

  • Nase sehr trocken oder heiß
  • Häufiges Niesen
  • starker Ausfluss
  • Atemgeräusche

Maul und Zähne

  • Zahnstein
  • starker Mundgeruch
  • Fremdkörper
  • Blasses Zahnfleisch
  • Abgebrochener Zahn
  • Entzündungen in Mundraum

Pfoten

  • Rissige und trockene Ballen
  • lange Krallen
  • Parasiten
  • Wunden
  • Verletzte Krallen (besonders Wolfskralle)

Ohren

  • Viel Ohrenschmalz
  • Krümelige und dunkle Ablagerungen
  • Verletzter Ohrrand
  • Gestank
  • Parasiten
  • Kopfschiefhaltung
  • Ständiges Schütteln
  • Verletzungen

Fell und Haut

  • Zecken und andere Parasiten
  • Glanzlos
  • Beulen unter der Haut
  • Schuppen
  • Kahle Stellen
  • Verletzungen

Augen auf beim Gassigehen mit dem Rhodesian Ridgeback!

Sie sollten Ihren Hund gut beobachten, wenn Sie mit ihm Spazierengehen. Und zwar immer dann, wenn er sein großes oder kleines Geschäft verrichtet. Privatsphäre ist in diesem Fall unangebracht, denn Kot und Urin sagen viel über die Gesundheit des Tieres aus und hier werden erste Krankheitsanzeichen oft zuerst deutlich.

Urin

  • stark gefärbter Urin
  • permanentes Urinieren kleiner Mengen
  • Blutbeimengungen
  • unkontrolliertes Urinieren
  • verfärbter Ausfluss aus den Geschlechtsorganen

Kot

  • Mit Schleim überzogen
  • helles oder dunkles Blut
  • wässriger Durchfall
  • Würmer
  • Fremdkörper wird ausgeschieden
  • Schlittenfahren

Mein Rhodesian Ridgeback hat Durchfall – Was sollte ich tun?

Durchfall allein ist meist noch kein Grund zur Sorge. Erst recht nicht, wenn er nur einmalig auftritt. Dauert er außerdem maximal zwei Tage an, so können Sie sich den Gang zum Tierarzt in der Regel sparen. Zu den harmlosen Ursachen für Durchfall zählen Futterumstellung, sehr fetthaltige Lebensmittel sowie Verzehr von Milch oder Milchprodukten.

Der breiige oder flüssige Kotabsatz ist allerdings oft ein Symptom für eine Erkrankung und sollte darum nie auf die leichte Schulter genommen werden. So könnten beispielsweise auch Würmer dahinterstecken, eine Vergiftung, Magen-Darm-Erkrankungen, Allergien oder Infektionen.

Hat Ihr Vierbeiner Durchfall, so wird als Sofortmaßnahme zunächst ein Fastentag eingelegt, damit sich der Verdauungsapparat beruhigen kann. Frisches, sauberes Trinkwasser muss allerdings rund um die Uhr zur Verfügung stehen, denn sonst kann der Hund durch den Flüssigkeitsverlust dehydrieren. Achten Sie darum unbedingt darauf, wie viel der Ridgeback trink. Ist es zu wenig oder verweigert er die Wasseraufnahme komplett, so kann und sollte der Tierarzt den Flüssigkeitshaushalt mit Infusionen unterstützen.

Sind ein, maximal zwei Fastentage vorbei, so füttern Sie zunächst nur kleine Portionen Schonkost und verzichten Sie erstmal auf das gewohnte Hundefutter. Matschig gekochter Reis mit etwas Gemüse oder Hühnchenbrust sind sehr leicht verdaulich und darum gut geeignet. Beobachten Sie den nächsten Kotabsatz und fahren Sie zum Tierarzt, wenn keine Besserung eintritt.

Wann ist es sonst noch Zeit für den Tierarzt?

  • Blut oder Schleim im Kot
  • Würmer
  • Sehr flüssiger Durchfall oder Dauer länger als 48 Stunden
  • Wenn das Trinken verweigert wird und Austrocknung droht
  • Unkontrollierter Kotabsatz, also wenn der Hund es nicht halten kann und in die Wohnung macht
  • Starkes Drücken, obwohl schon lange nichts mehr kommt

Mein Rhodesian Ridgeback erbricht – Muss ich mir Sorgen machen?

Gelegentliches Erbrechen kann vorkommen und hat oft harmlose Gründe. Falls Ihr Hund beispielsweise beim Fressen gerne schlingt, so haben Sie sicherlich bereits beobachten können, wie er sein Futter hinterher manchmal wieder hervorwürgt.

Durch das hastige Fressen gelangt nämlich viel Luft in den Magen und gleichzeitig werden Nahrungsbrocken nicht richtig zerkleinert, sondern vollständig hinuntergeschluckt. Sie könnten versuchen große Futterrationen auf mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag hinweg zu verteilen oder besorgen sich einen speziellen Futternapf, der die Nahrungsaufnahme verlangsamt.

Mehrere Mahlzeiten sind auch angebracht, wenn Ihr Rhodesian Ridgeback manchmal nur gelbe Gallenflüssigkeit erbricht. Dies kann ein Anzeichen dafür sein, dass der Hunger zu groß und die Abstände zwischen den Fütterungen zu lang sind.

Welpen würgen ebenfalls hin und wieder ihr Futter aus und fressen es anschließend wieder. Auch wenn dies für uns nicht sonderlich appetitlich ist, so ist es für den kleinen Ridgeback allerdings unbedenklich.

Auch zu kaltes Futter kann einen empfindlichen Magen rebellieren lassen. Falls sie also übrig gebliebenes Futter oder Frischfleisch im Kühlschrank aufbewahren, warten Sie, bis es ungefähr Raumtemperatur hat, bevor es im Napf landet.

Kein Grund zur Panik also, wenn Ihr Hund manchmal aus diesen Gründen erbricht. Allerdings kann das Würgen auch ein Anzeichen für eine wirkliche Krankheit oder einen Notfall sein:

  • Fremdkörper soll hervorgewürgt werden
  • Vergiftung (schaumig-blutiges Erbrochenes)
  • Infektionskrankheiten
  • Parasitenbefall, vor allem Würmer (sind diese im Erbrochenen sichtbar ist der Befall sehr ausgeprägt)
  • Diabetes
  • Magenschleimhautentzündung
  • Tumore
  • Stress

Es ist übrigens nichts Ungewöhnliches, wenn Ihr Rhodesian Ridgeback auf Spaziergängen gern ein wenig Gras knabbert. Es könnten ihm einfach bestimmte pflanzliche Nährstoffe fehlen oder er möchte einen Knochen oder anderen Fremdkörper hochwürgen. Allerdings wird durch Gras auch häufig Brechreiz ausgelöst, den der Hund bewusst herbeiführen möchte. Er könnte sich krankheitsbedingt sehr unwohl fühlen und Erbrechen ihm Erleichterung verschaffen.

Wann sollte ich besser den Tierarzt um Rat fragen?

  • Mehrmaliges Erbrechen am Tag oder über einen Zeitraum länger als 48 Stunden
  • Blut oder Würmer im Erbrochenen
  • Probleme beim Atmen (Rasselndes oder pfeifendes Atemgeräusch)
  • Ständiges Würgen ohne zu erbrechen (Fremdkörper!)
  • Sie eine Vergiftung vemuten
  • Weitere Krankheitssymptome hinzukommen

Wie erkenne ich eine Vergiftung bei meinem Rhodesian Ridgeback?

Jeder Hundebesitzer fürchtet sich vor ihnen: Giftköder, die von Hundehassern an beliebigen Orten oder auf von Vierbeinern häufig frequentierten Wegen ausgelegt werden. Manchmal sind es mit Rasierklingen gespickte Wurststückchen, die den Hund schwer verletzen oder unter Umständen sogar das Leben kosten.

Lebenserwartung - Gefahren im Haushalt
Giftköder können eine Gefahr darstellen!

Viel häufiger wird jedoch Rattengift oder ein anderes Gift in vermeintliche Leckereien gemischt. Besonders Hunde, die unterwegs gern Sachen auflesen und lieber einen Futterbrocken gierig hinunterschlingen, als auf Kommando von ihm abzulassen, sind gefährdet. Erschwerend hinzu kommt, dass der Rhodesian Ridgeback eher zu den verfressenen Rassen gehört.

Auch bei Ihnen im Haushalt gibt es viele Dinge, die dem Ridgeback gefährlich werden könnten: Medikamente, Dünger, Putz- und Reinigungsmittel, Chemikalien, Pflanzen und sogar Lebensmittel. Vieles, was für den Menschen bekömmlich und gesund ist, verträgt der Hund überhaupt nicht und kann sogar zu seinem Tode führen. Trauben, Schokolade, Zwiebeln und vieles mehr.

Das Fatale ist leider, dass einige Gifte nicht sofort wirken, sondern die Symptome zeitversetzt einsetzen. So werden die Anzeichen einer Vergiftung möglicherweise gar nicht oder zu spät erkannt. Achten Sie auf jeden Fall auf Folgendes:

  • Starker Speichelfluss
  • Schaumiges Erbrechen oder das Erbechen von Blut
  • (blutiger) Durchfall
  • Krämpfe und Muskelzittern
  • Rasender oder unregelmäßiger Puls
  • Blutiger Urin
  • blasses Zahnfleisch als Zeichen von Kreislaufversagen
  • Bewusstlosigkeit
  • Bauchkrämpfe/”Katzenbuckel”
  • Apathie
  • Atemprobleme
  • Niedrige Körpertemperatur
  • Verengte oder sehr stark erweiterte Pupillen

Die beste Vorsorge:
Den Hund unterwegs nichts aufsammeln lassen und das Kommando “Aus” sollte der Vierbeiner im Schlaf beherrschen! Im Zweifelsfall kann ein Maulkorb Abhilfe schaffen. Sieht natürlich nicht sonderlich schön aus, aber besonders wenn Sie in einem Gebiet leben, wo Giftköder schon häufiger gefunden wurden, ist der Maulkorb eine Überlegung wert. Auf www.giftkoeder-radar.com können Sie beispielsweise nachsehen, ob in Ihrer Gegend bereits solche Köder ausgelegt wurden.

Wie verhalte ich mich bei einer Vergiftung des Rhodesian Ridgebacks richtig?

  • Fahren Sie umgehend zum nächstgelegenen Tierarzt
  • Halten Sie den Hund auf dem Weg dahin warm
  • Führen Sie kein Erbrechen herbei
  • Unterlassen Sie das Anlegen einer Maulschlinge
  • Nehmen Sie eine Probe mit von dem, was der Ridgeback gefressen hat (unbedingt Handschuhe tragen oder vorsichtig mit einem Plastikbeutel aufnehmen)
  • Ansonsten kann zur Identifizierung des Gifts eine Kotprobe oder etwas Erbrochenes ins Labor gegeben werden (auch hier Handschuhe/Plastiktüte verwenden)
  • Als Erste-Hilfe-Maßnahme versuchen Sie dem Hund Kohletabletten zu verabreichen. Dies hilft nur bei verschluckten Giften, nicht aber bei Aufnahme von Giftstoffen über die Haut.

Wie erkenne ich eine Ohrentzündung und wie wird diese beim Rhodesian Ridgeback behandelt?

Ohrentzündungen können verschiedene Ursachen haben. Oft fängt die Krankheit harmlos an, wird unbehandelt aber schnell zum Problem und verursacht zudem schlimmen Juckreiz beim Hund. Auslöser könnten sein:

  • Allergien
  • Parasiten (vor allem Milben)
  • Kleine Wunden, die sich entzünden
  • Fremdkörper
  • Bakterien und Pilze
  • Verstopfte Gehörgänge (zu viel Ohrenschmalz)

Mit Hausmitteln lässt sich diesem Problem in den allermeisten Fällen nicht beikommen und es steht die Fahrt zum Tierarzt an. Dieser wird das Ohr untersuchen, reinigen und desinfizieren. Fremdkörper werden natürlich entfernt und Parasiten wird ebenfalls der Garaus gemacht. Anschließend erhalten Sie ein Medikament, mit dem die Entzündung schnell abheilen wird. In der Regel in Tropfen- oder Salbenform. Manchmal wird auch ein Antibiotikum verschrieben und gegen den fürchterlichen Juckreiz hilft Cortison.

An folgenden Symptomen können Sie erkennen, dass mit den Ohren Ihres Rhodesian Ridgebacks etwas nicht stimmt:

  • Dauerndes Kratzen an den Ohren
  • Kopfschiefhaltung
  • Schütteln des Kopfes
  • Wunden/Kratzer
  • Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen
  • Krümeliger Belag/Ohrenschmalz
  • Ohren stinken
  • Berührungsempfindlich
  • Rötungen im Ohr
  • Schwellungen

Kann ich Ohrentzündungen bei meinem Rhodesian Ridgeback vorbeugen?

Die Ohren sauber zu halten ist ein Kinderspiel. Dazu sollten Sie jeden Tag einen kurzen Blick in die Lauscher Ihres Hundes werfen und bei Verschmutzungen diese mit einem fusselfreien Tuch beseitigen. Bei hartnäckigen Krusten und Dreck hilft es, das Tuch etwas anzufeuchten. Anschließend die Ohren wieder gut abtrocknen und fertig. Es ist ganz wichtig, für jedes Ohr ein separates Tuch oder auch Küchenpapier zu nehmen, damit Keime und Bakterien nicht übertragen werden und aus einem entzündeten Ohr womöglich zwei werden.

Verwenden Sie niemals Ohrenstäbchen und reinigen Sie mit einem Lappen immer nur die Ohrmuschel und nie den Gehörgang. Fremdkörper, Dreck und Ohrenschmalz könnten sonst noch weiter ins Ohr hineingeschoben werden und eine Entzündung begünstigen.

Sind Sie im Regen oder bei Schnee gassigegangen oder liebt Ihr RIdgeback an heißen Tagen ein kühles Bad im See, so sollten auch da im Anschluss die Ohren gut abgetrocknet werden. Feuchtigkeit, schlechte Ventilation durch die Hängeohren und Hitze sind alles günstige Bedingungen für das Wachstum von Pilzen oder das Vermehren von Bakterien.


Warum sollte ich eine Notfallapotheke für meinen Ridgeback haben?

Ein Notfall tritt häufig genau dann auf, wenn Sie mit dem Hund draußen unterwegs sind, am Wochenende, an Feiertagen oder gar in der Nacht, wenn ein Tierarzt so schnell nicht zu erreichen ist. Außerdem gibt es Situationen, die machen ein schnelles und beherztes Eingreifen erforderlich, um dem Vierbeiner zu helfen und ihm womöglich das Leben zu retten. Dazu sollten Sie ein Erste-Hilfe-Set immer in der Nähe haben. Für unterwegs gibt auch kleinere abgespeckte Ausgaben, die Sie problemlos auf Spaziergängen mitnehmen oder als Notfallset für den Urlaub mit Rhodesian Ridgeback einpacken können.

Selbstverständlich gibt es neben akuten Notfällen auch kleinere Wehwehchen, die Sie mit einer gut sortierten Hundeapotheke häufig selbst behandeln können. Trotzdem empfiehlt es sich, Telefonnummern mit dem tierärztlichen Notdienst bzw. Bereitschaftsdienst z.B. am Kühlschrank oder neben dem Telefon aufbewahren. Sie können natürlich ebenso den Ridgeback einpacken und direkt in eine Tierklinik fahren. Diese haben meist 24 Stunden durchgehend einen Arzt auf Bereitschaft dort. In einigen größeren Städten gibt es zudem mittlerweile häufig einen Tiernotruf oder eine Tierrettung. Dort saust dann ein Tierarzt in einem speziellen Krankenwagen zu seinen Notfallpatienten und kümmert sich erstmal vor Ort um das Tier, ehe es in eine Praxis oder Klinik geht.


Was gehört in den Erste-Hilfe-Kasten für den Rhodesian Ridgeback?

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    Schere/Verbandsschere

  • Pinzette
  • Handschuhe
  • Pflaster und Verbandsmaterial
  • Maulschlinge/Maulkorb
  • Fieberthermometer
  • Zeckenzange und Flohkamm
  • Desinfektionsmittel (für Hände und Wunden)
  • Rettungsdecke
  • Kühlpad
  • Krallenschere
  • Einwegspriten
  • Taschenlampe
  • Aktivkohle
  • Lupe
  • Medikamente und Pillencrusher
  • Wattepads
  • Plastikbeutel (zum Aufbewahren von Kot- oder Giftprobe)
  • Vaseline/Melkfett
  • Fixierbinden (selbstklebend/elastisch)

(Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann je nach Anforderung und Belieben ergänzt oder verändert werden.)

Empfehlung:DocCheck Erste-Hilfe-Set


Wie kann ich mich auf einen Notfall bei meinem Hund vorbereiten?

Es gibt im Handel gute Bücher zur Ersten-Hilfe am Hund. Diese können als erster Einstieg gelesen werden. Allerdings kann solche Literatur nur die Theorie vermitteln. Was aber, wenn tatsächlich ein Notfall eintritt? Wer noch nie die erklärten Handgriffe ausgeführt hat, ist unsicher und hat Angst etwas falsch zu machen oder verfällt sogar in Panik.

Besser ist, Sie informieren sich in den Hundeschulen in Ihrer Umgebung über Workshops oder Schulungen zur Ersten-Hilfe. Dort wird Ihnen praxisnah vermittelt, worauf es in Notsituationen ankommt und wie Sie besonnen und richtig reagieren. Doch nicht nur Hundeschulen führen solche Kurse durch. Die Johanniter, der Arbeiter-Samariter-Bund. Kreise und Gemeinden, Deutsches Rotes Kreuz und noch viele mehr bieten derartige Schulungen mittlerweile an. Dabei wird unterschieden in Kurse für Anhänger und Auffrischübungen für Besitzer mit Vorkenntnissen.

Damit bei einem echten Notfall später jeder Handgriff sitzt, wird natürlich an einem Hunde-Dummy geübt. Dabei geht es um kleinere Handgriffe, wie das richtige Entfernen von Zecken, die Erstversorgung von Wunden, das Erkennen von Vergiftungsanzeichen, das Handhaben von Knochenbrüchen, bis hin zur Reanimation und noch viele weitere Aspekte der Ersten-Hilfe. Dabei werden die häufigsten Notfälle die eintreten können alle abgedeckt.

Manchmal wird auch am lebenden Exemplar geübt. So werden den geduldigen Hunden der Ausbilder Verbände angelegt oder gezeigt, wie Sie den Hund richtig untersuchen. Sie können später auch zu Hause mit Ihrem eigenen Rhodesian Ridgeback üben und ihn an die verschiedenen Handgriffe gewöhnen.

So sind ihm Verbände, Decke, Maulschlinge oder Ähnliches bei einer Notsituation bereits bekannt und er wird gelassener reagieren. Sie sollten zur Auffrischung auch hin und wieder einen Blick in das Buch werfen.


Was ist wichtig, damit der Rhodesian Ridgeback ein langes, gesundes und schönes Leben hat – Eine Checkliste

  • Ein liebevolles Zuhause
  • Familienanschluss
  • Artgerechte Haltungsbedingungen
  • Viel Auslauf und Bewegung
  • Geistige Beschäftigung
  • Erziehung und tadelloser Grundgehorsam (je besser der Ridgeback hört, umso mehr Freiheiten darf er genießen)
  • Zugang zu frischem Trinkwasser rund um die Uhr
  • Hochwertiges Futter
  • Wenig Leckerlis (am besten nur exclusiv fürs Training verwenden)
  • Übergewicht vermeiden (Ridgebacks sind wahre Fressmaschinen)
  • Jegliches Hundezubehör regelmäßig reinigen (Leine, Schlafplatz, Näpfe, Spielzeug usw.)
  • Eine robuste Hundebox oder ein Anschnallsystem für sicheres Fahren im Auto
  • Impfungen gegen tödliche Krankheiten
  • Wurm- und Flohkuren
  • Vorsorgetermine beim Tierarzt (besonders beim alten Rhodesian Ridgeback)
  • Zähne regelmäßig kontrollieren und Zahnstein vorbeugen bzw. rechtzeitig behandeln lassen
  • Nach dem Gassigehen das Fell auf Zecken und andere Parasiten absuchen
  • Auf Anzeichen von Würmern achten
  • Täglicher kurzer Check von Ohren, Augen, Maul, Nase und Pfoten und bei Bedarf reinigen